Salzgitter blockiert Tiny Houses: Stadtrat lehnt barrierefreie Mini-Wohnlösungen ab
Serpil KranzSalzgitter blockiert Tiny Houses: Stadtrat lehnt barrierefreie Mini-Wohnlösungen ab
Ein Antrag zur Einführung von Tiny Houses in Salzgitter wurde vom Stadtrat deutlich abgelehnt. Die DiBo-Fraktion hatte sich für klarere Baugenehmigungen eingesetzt, um den Bau der kleinen, barrierearmen Wohnhäuser zu erleichtern. Ihr Antrag erhielt bei der Abstimmung jedoch nur zwei Stimmen.
Die DiBo-Ratsgruppe argumentierte, dass Tiny Houses die finanzielle Belastung des Salzgitter Pflegesystems verringern könnten. Sie verwiesen darauf, dass diese kompakten Häuser oft barrierefrei gestaltet sind und sich daher ideal für ältere Bürger eignen, die ihren Wohnraum verkleinern möchten. Der Antrag forderte zudem, Tiny Houses in bestehende und künftige Bebauungspläne aufzunehmen und spezifische Baubestimmungen dafür zu schaffen.
Für die Ablehnung des Antrags durch den Rat wurden keine Gründe genannt. Trotz der Argumente der Fraktion zu Kosteneinsparungen und verbessertem Zugang blieb der Vorschlag bei den meisten Stadträten ohne Unterstützung.
Mit der Ablehnung fehlt Salzgitter nun ein offizieller Plan zur Entwicklung von Tiny Houses. Der Vorschlag der DiBo-Gruppe, durch kleinere, seniorengerechte Wohnformen die Kosten für Pflegeeinrichtungen zu senken, wird nicht weiterverfolgt. Nach der Abstimmung wurde keine weitere Debatte zu dem Thema angekündigt.






