11 May 2026, 04:11

Sachsens Minister will VW-Werk Zwickau mit chinesischen Partnern retten

Schwarze und weiße Anzeige für die Louis Eilers Hannover-Herrenhausen-Fabrik, die ein Foto des Fabrikgebäudes mit Textüberlagerung zeigt.

Sachsens Minister will VW-Werk Zwickau mit chinesischen Partnern retten

Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter hat einen ehrgeizigen Plan vorgelegt, um Arbeitsplätze im Volkswagen-Werk Zwickau zu retten. Da die Nachfrage nach den elektrischen ID-Modellen hinter den Erwartungen zurückbleibt, führen Produktionskürzungen zu einer Unterauslastung des Standorts. Panters Vorschlag sieht eine Zusammenarbeit mit chinesischen Automobilherstellern vor, um die Lücken zu schließen und die Zukunft des Werks zu sichern.

Das Werk Zwickau wurde 2019 zu Volkswagens erster rein elektrischer Fahrzeugfabrik. Trotz dieses Wandels blieben die Verkaufszahlen der ID-Modelle jedoch hinter den Prognosen zurück, sodass das Unternehmen die Produktion drosseln und Personal abbauen musste. Rund 10.000 Beschäftigte arbeiten direkt am Standort, weitere 30.000 Jobs hängen indirekt von dessen Betrieb ab.

Panter setzt auf ein Joint Venture zwischen Volkswagen und einem chinesischen Hersteller von Elektrofahrzeugen. Laut Plan sollen ungenutzte Produktionslinien gemeinsam genutzt werden, um die Beschäftigung zu stabilisieren. Er betonte, dass China mittlerweile eine Führungsrolle in der E-Mobilitätsinnovation einnehme, was solche Partnerschaften zunehmend wertvoll mache.

Allerdings räumte Panter ein, dass vor einer möglichen Zusammenarbeit strenge europäische Vorschriften und Standards erfüllt werden müssten. Der Vorschlag kommt zudem zu einem Zeitpunkt, an dem Volkswagen die vollständige Integration des Werks in die Volkswagen AG verschiebt – ursprünglich für Januar 2027 geplant.

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Ziel des Plans ist es, Arbeitsplätze zu sichern und gleichzeitig Chinas wachsenden Einfluss in der Elektrofahrzeugtechnologie zu nutzen. Bei einer Genehmigung könnte die Partnerschaft das Werk Zwickau beleben und dessen langfristige Rolle im Produktionsnetz von Volkswagen stärken. Die nächsten Schritte hängen von behördlichen Zulassungen und Verhandlungen mit potenziellen chinesischen Partnern ab.

Quelle