Sachsen-Anhalt setzt auf nachhaltige Infrastruktur mit klarem Klimaschutz-Kurs
Heinz-Peter SödingSachsen-Anhalt setzt auf nachhaltige Infrastruktur mit klarem Klimaschutz-Kurs
Der Wissenschaftliche Beirat für Klimaschutz Sachsen-Anhalt hat die Prioritäten für die Infrastrukturzukunft des Landes skizziert. In einem neu eingereichten Positionspapier setzt das Gremium klare Ziele für nachhaltige Entwicklung, Energiepolitik und Klimaschutz. Die Empfehlungen werden nun an Prof. Dr. Armin Willingmann zur Prüfung im Rahmen des Sondervermögens Infrastrukturgesetzes (Infra-SVG) weitergeleitet.
Das Papier betont die Notwendigkeit langfristiger Investitionen in widerstandsfähige und unabhängige Infrastruktur. Schwerpunkte sind moderne Energie- und Wärmesysteme, eine leistungsstarke Wasserstoffwirtschaft sowie ein emissionsarmer öffentlicher Nahverkehr. Auch klimaresiliente Bauweisen werden als zentraler Baustein genannt.
Als Grundlage für diese Maßnahmen zieht der Beirat zwei zentrale Quellen heran: die Ergebnisse des Zukunfts- und Klimaschutzkongresses sowie den „Klimaschutz-Fachplan“ des Landes. Ziel ist es, dass jede Investition nachhaltige Vorteile für die Infrastruktur, Wirtschaft und zukünftige Wettbewerbsfähigkeit Sachsen-Anhalts bringt.
Über die Finanzierung hinaus hebt das Gremium die Chance hervor, Infrastrukturmodernisierungen mit Innovation, Energiesouveränität und Klimaschutz zu verknüpfen. Die Projekte müssten, so die Forderung, die Versorgungssicherheit stärken, regionale Arbeitsplätze schaffen und den Wandel zu einer klimafreundlichen Wirtschaft beschleunigen.
Der Beirat hat zudem seine Unterstützung für die Umsetzung des Sondervermögens bekräftigt. Seine aktuelle Amtszeit läuft bis zum 1. Juli 2026; in dieser Zeit wird er die Landesregierung weiterhin wissenschaftlich zu nachhaltigen Politiken beraten.
Das Positionspapier geht nun in die nächste Prüfphase des Infra-SVG. Bei Annahme könnten die vorgeschlagenen Maßnahmen die Infrastruktur Sachsen-Anhalts grundlegend modernisieren und wirtschaftliches Wachstum mit Klimazielen verbinden. Die fortlaufende Begleitung durch den Beirat sichert dabei die wissenschaftliche Fundierung des Übergangs zu einer zukunftsfähigen, emissionsarmen Wirtschaft.






