14 March 2026, 22:11

RWE verdreifacht seine Wasserstoff-Produktion bis 2026 mit Mega-Projekten in Europa

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung in Kraftwerken von 2018 bis 2022 zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Datendetails bereitstellt.

RWE verdreifacht seine Wasserstoff-Produktion bis 2026 mit Mega-Projekten in Europa

RWE treibt sein Wasserstoffgeschäft entschlossen voran und will es neben den erneuerbaren Energien zu einem zentralen Standbein des Unternehmens ausbauen. Bis 2026 plant das Unternehmen, seine Elektrolyseur-Kapazitäten zu verdreifachen, und ist bereits an zahlreichen Projekten in ganz Europa beteiligt.

Ein erster großer Schritt erfolgt in Lingen, Deutschland, wo RWE noch in diesem Herbst den Auftrag für einen 100-Megawatt-Elektrolyseur vergeben wird. Die Anlage, deren Produktion 2024 starten soll, wird Ökostrom nutzen, um Wasserstoff für chemische Prozesse und die Stahlherstellung zu erzeugen. Der Standort profitiert von bestehenden Transportverbindungen, die sich für Wasserstoff umrüsten lassen und bis 2026 sogar an die Niederlande angebunden werden können.

Drei weitere Großprojekte sind in Planung. Das Kraftwerk Emsland in Deutschland wird zwischen 2025 und 2026 umgerüstet, gefolgt vom Kraftwerk Hamm, wo die Arbeiten von 2026 bis 2027 stattfinden sollen. Ein Wasserstoff-Knotenpunkt in Rotterdam, Niederlande, ist für den Zeitraum 2027 bis 2028 vorgesehen. Alle drei Vorhaben werden Teil von RWEs wachsendem Portfolio mit rund 30 Wasserstoffinitiativen in Deutschland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich.

Das Unternehmen ist zudem an der Initiative GET H2 beteiligt, die den Aufbau eines Wasserstoffnetzes in Lingen zum Ziel hat. Weitere Details zur Wasserstoffstrategie von RWE werden auf einem Capital Markets Day Mitte November vorgestellt.

Bis 2026 strebt RWE eine Ausweitung seiner Elektrolyseur-Kapazitäten auf 300 Megawatt an. Dieser Schritt unterstreicht das langfristige Engagement des Konzerns für Wasserstoff als zentrales Geschäftsfeld. Die Projekte in Lingen, Emsland, Hamm und Rotterdam werden in den kommenden fünf Jahren das Rückgrat dieser Expansion bilden.

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