03 March 2026, 19:10

Ringelheimer Kita-Sanierung seit Jahren blockiert – Kosten explodieren auf 1,6 Millionen Euro

Die Kirche St. Marien, ein großes Steingebäude mit einem grünen Dach, Fenstern, einer Tür und einer Treppe mit einem Geländer, steht umgeben von Gras, Pflanzen und Bäumen, mit Fahrzeugen und anderen Gebäuden in der Nähe unter einem bewölkten Himmel.

Ringelheimer Kita-Sanierung seit Jahren blockiert – Kosten explodieren auf 1,6 Millionen Euro

Sanierung des Ringelheimer Kindergartens in Salzgitter stockt seit Jahren – Kosten explodieren auf 1,592 Millionen Euro

Die Sanierung des Kindergartens in Ringelheim kommt seit Jahren nicht voran und lässt Familien ohne ausreichende Betreuungsplätze zurück. Die Kosten sind inzwischen auf 1,592 Millionen Euro angestiegen – deutlich über dem ursprünglichen Budget von 940.000 Euro. Der Stadtrat sollte über zusätzliche Mittel entscheiden, verschob die Abstimmung jedoch erneut.

Die Bauarbeiten für die Kita wurden 2021 wegen Streitigkeiten um Genehmigungen und Finanzierung eingestellt. Seither kämpfen Eltern mit langen Wartelisten und überfüllten Notlösungen. Einige Kinder mussten sogar in externe Einrichtungen vermittelt werden, während das Projekt Anfang 2026 immer noch unvollendet ist.

Ein Beschluss des Rates aus dem Jahr 2021 wies die Verantwortung für die Kostensteigerungen dem Träger der Einrichtung zu, der St.-Johannis-Gemeinde in Ringelheim. Der Linke-Ratsherr Hermann Fleischer hinterfragte, ob die Kirchengemeinde genug unternehme, um die steigenden Ausgaben zu decken. Die CDU-Rätin Sabine Thiele drängte hingegen auf eine zügige Freigabe der angepassten Finanzierung und betonte, dass das Projekt nicht länger warten könne.

Der Grünen-Ratsherr Ralf Albert nannte die Pattsituation "bemerkenswert" und forderte sowohl die Stadt als auch die Kirchengemeinde auf, einen Kompromiss zu finden. Statt abzustimmen, folgte der Rat einem Vorschlag von Lars Tietjen (Grüne/Die Partei) und verwies den Plan zurück in die Fraktionen zur weiteren Prüfung. Die Verzögerung bedeutet, dass es vorerst keine Lösung für die Finanzierungslücke oder die Betreuungskrise gibt.

Mit Kosten von nun 1,592 Millionen Euro bleibt das Projekt in der Schwebe, während Familien weiterhin mit dem Mangel an Kita-Plätzen kämpfen. Die Vertagung der Abstimmung lässt den Zeitplan für die Sanierung ungewiss und die Kapazitätsengpässe ungelöst.