Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Heinz-Peter SödingRheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Rheinmetall verkauft seine zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit dem Finanzinvestor AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro geeinigt. Zu dem Geschäft gehören bekannte Marken wie Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice, die auch künftig unter ihren bisherigen Namen weitergeführt werden. Beide Unternehmen betonten die strategische Bedeutung der Transaktion.
Die Sparte, die rund 6.250 Mitarbeiter beschäftigt, erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von etwa 2 Milliarden Euro. AEQUITA übernimmt das gesamte Personal und wird das Geschäft eigenständig führen, wobei die Markenrechte der erworbenen Unternehmen erhalten bleiben. Drei deutsche Standorte des Joint Ventures KS Huayu AluTech verbleiben jedoch bei Rheinmetall.
Zudem behält Rheinmetall die Tochtergesellschaft Dermalog SensorTec sowie das spanische Werk von Pierburg S.A. in Abadiano. Der Verkauf folgt auf frühere Schritte des Konzerns, sich 2023 und 2024 aus dem Geschäft mit Groß- und Kleinmotorenkolben zurückzuziehen.
Axel Geuer, Vorstandsvorsitzender von AEQUITA, bezeichnete die Übernahme als „Quelle des Stolzes“ und prognostizierte, dass sich dadurch die Umsätze des Unternehmens im Automobilbereich auf rund 5 Milliarden Euro erhöhen würden. Rheinmetall-Chef Armin Papperger hingegen bewertete den Deal als wichtigen Schritt, um sich stärker auf das lukrativere Verteidigungsgeschäft zu konzentrieren. Die Transaktion soll im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der noch ausstehenden kartellrechtlichen Genehmigungen.
Der Verkauf markiert eine bedeutende Umstrukturierung für Rheinmetall, das damit sein Kerngeschäft im Verteidigungsbereich stärkt, während AEQUITA seine Position im Automobilzuliefersektor ausbaut. Die Vereinbarung sichert Arbeitsplätze und gewährleistet die Kontinuität der Marken – die endgültige Umsetzung steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Freigaben.






