RAPK: Wie ein Berliner Rap-Trio Musik und Protest unzertrennlich macht
Serpil KranzRAPK: Wie ein Berliner Rap-Trio Musik und Protest unzertrennlich macht
RAPK – Rap-Trio aus Berlin-Kreuzberg – verbindet Musik mit Protest
Die Berliner Rap-Gruppe RAPK aus Kreuzberg hat sich einen Namen damit gemacht, Musik mit politischem Aktivismus zu verbinden. Ihre Lieder spiegeln den Alltag im Viertel wider – von Gentrifizierung bis zu rassistischer Polizeikontrolle. Mittlerweile ist ihr jährliches Maikoncert zu einem Kristallisationspunkt für Feiern und Konflikte in der Berliner Aktivistenszene geworden.
Die drei Mitglieder – Victor, Tariq und Gustav – sind in Kreuzberg aufgewachsen, wo Protestkultur den Alltag prägt. Ihre Musik begann in Jugendzentren, heute füllen sie Locations wie das Columbia Theater. Jeder Track verbindet persönliche Geschichten mit scharfer Gesellschaftskritik und thematisiert Probleme wie Drogensucht und Verdrängung.
Ihr Konzert am 1. Mai ist längst zur Tradition geworden: Es bildet den Abschluss des Myfest und zeigt Solidarität mit dem Viertel. 2023 geriet die Veranstaltung jedoch in Konflikt mit der Revolutionären 1.-Mai-Demonstration, was zu Verzögerungen beim Marsch führte. RAPK reagierte mit Durchsagen über die Lautsprecheranlage und Instagram-Posts, in denen sie die Menge aufforderten, Platz für die Demonstration zu machen.
Für das Trio sind Musik und Protest keine Gegensätze, sondern natürliche Verbündete. Sie wollen politische Botschaften zugänglicher machen, ohne die Energie des Widerstands zu verlieren. Nach den Turbulenzen des letzten Jahres haben sie bessere Planung versprochen, um künftig Konzert und Demonstration räumlich zu trennen.
Die Konzerte von RAPK ziehen immer größere Menschenmengen an und vertiefen die Verbindung zu Kreuzbergs aktivistischen Wurzeln. Ihre nächsten Schritte werden darauf abzielen, Feiern und Organisation in Einklang zu bringen – damit ihre Events Protestbewegungen unterstützen, statt sie zu behindern. Die Gruppe bleibt ihrem Anspruch treu: Kultur und Widerstand in ihrer Arbeit untrennbar zu verknüpfen.






