Ramsloher Karneval: Friedliche Feier mit gewalttätigen Ausrutschern und Anzeigen wegen Hetze
Winfried JunkRamsloher Karneval: Friedliche Feier mit gewalttätigen Ausrutschern und Anzeigen wegen Hetze
Ramsloher Karnevalsumzug größtenteils friedlich – Polizei greift nach Vorfällen ein
Der Ramsloher Karnevalsumzug verlief überwiegend friedlich, doch mehrere Zwischenfälle erforderten polizeiliches Einschreiten. Die Behörden meldeten Störungen, darunter hetzerische Parolen und gewalttätige Auseinandersetzungen, bei denen Beamte verletzt wurden und Platzverweise gegen Besucher verhängt wurden.
Die Veranstaltung begann zunächst ruhig, doch die Stimmung eskalierte, als drei Männer während des Umzugs den Spruch "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" skandierten. Die Polizei reagierte mit einer Anzeige wegen Volksverhetzung gegen die Beteiligten.
Auf den Umzugswagen wurde ein hoher Alkoholkonsum registriert, was die Arbeit der Einsatzkräfte zusätzlich erschwerte. Ein Teilnehmer wurde zudem von der Teilnahme am Zug ausgeschlossen, nachdem er das zulässige Gewichtslimit für die Wagen überschritten hatte.
Bei der anschließenden After-Show-Party kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen. Zwei Beamte wurden bei Widerstandshandlungen verletzt: Einer erlitt eine leichte Handverletzung während einer Festnahme, ein weiterer verletzte sich den Daumen, als er eine körperliche Auseinandersetzung schlichtete – dieser musste ärztlich behandelt werden. Bei einem weiteren Vorfall wurde ein Polizist von Umstehenden festgehalten.
Um die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen, sprachen die Behörden zehn Platzverweise aus. Trotz dieser Vorfälle verlief der Karneval im weiteren Verlauf des Abends mit nur noch geringfügigen Störungen.
Der Ramsloher Karneval endete mit einer Mischung aus friedlicher Feier und vereinzelten Konflikten. Zwei Beamte erhielten medizinische Behandlung, zehn Besucher mussten den Platz verlassen. Die Behörden prüfen nun die Vorfälle, darunter auch die Anzeige wegen Volksverhetzung.