Ramadan 2025 und christliche Fastenzeit beginnen zeitgleich in Niedersachsen
Heinz-Peter SödingRamadan 2025 und christliche Fastenzeit beginnen zeitgleich in Niedersachsen
Zwei wichtige religiöse Festzeiten beginnen in dieser Woche in Niedersachsen. Muslime starten heute mit dem Ramadan, während Christen in die Fastenzeit vor Ostern eintreten. Vertreter der Landesregierung haben beiden Gemeinschaften eine friedvolle und besinnliche Zeit gewünscht.
Die zeitliche Überschneidung dieser Traditionen hat zu Aufrufen nach Einheit, Empathie und gemeinsamen Werten in der gesamten Region geführt.
Der Ramadan beginnt offiziell am 19. Februar und dauert bis zum 19. März 2026. Ministerpräsident Olaf Lies bezeichnete ihn als eine Zeit der Besinnung, des Gebets und des Zusammenhalts. Er betonte die Bedeutung von Gastfreundschaft, Gemeinschaft und Großzügigkeit – insbesondere während des Iftar, des abendlichen Mahls, das das tägliche Fasten bricht.
Gleichzeitig beginnt heute auch die christliche Fastenzeit, die bis Ostern reicht. Die Evangelische Kirche in Deutschland hat für dieses Jahr das Motto "Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte" gewählt und lädt damit zur Reflexion und persönlichen Entwicklung ein.
Die Landesbeauftragte Deniz Kurku unterstrich die Rolle von Einheit und Vielfalt in der niedersächsischen Gesellschaft während des Ramadan. Sie verwies darauf, dass gemeinsame Initiativen – wie von Schulen organisierte Iftar-Mahlzeiten – das Verständnis fördern. Eine kürzliche Veranstaltung an der Henriette-Breymann-Gesamtschule in Braunschweig brachte am 28. Januar trotz schlechten Wetters 13 Teilnehmer zusammen. Schulen und lokale Gruppen haben bereits vor Ramadan-Beginn zu gemeinsamen Mahlzeiten eingeladen, um den Gemeinschaftssinn zu stärken.
Sowohl Lies als auch Kurku betonten die Bedeutung von Wertschätzung, Empathie und gegenseitiger Unterstützung während dieser Festzeiten. Sie erinnerten die Bürger zudem daran, dass das dreitägige Fest des Fastenbrechens, Eid al-Fitr, am 20. März folgt.
Die parallelen Zeiträume von Ramadan und Fastenzeit bieten in Niedersachsen eine Gelegenheit zur Besinnung und Solidarität. Die Landesregierung ermutigt Menschen aller Hintergründe, sich durch gemeinsame Mahlzeiten, Gespräche und kleine Gesten der Freundlichkeit auszutauschen. In den kommenden Wochen werden sowohl muslimische als auch christliche Gemeinschaften ihre Traditionen pflegen – und gleichzeitig das Verständnis in der gesamten Region fördern.