04 March 2026, 03:41

Proteste gegen Till Lindemann beim Leipziger Opernball – trotz Kritik bleibt er Ehrengast

Eine Frau, die Gründerin des Opernveranstaltungsorts, steht mit einem Mikrofon vor einer Gruppe sitzender Frauen, mit Flaschen und anderen Gegenständen auf den Tischen im Vordergrund und einem Banner mit Text und Deckenbeleuchtung im Hintergrund.

Proteste gegen Till Lindemann beim Leipziger Opernball – trotz Kritik bleibt er Ehrengast

Till Lindemann, der 62-jährige Frontmann der Band Rammstein, nahm am Samstag als Ehrengast am Leipziger Opernball teil. Die Einladung sorgte wegen früherer Vorwürfe sexualisierter Gewalt gegen ihn für scharfe Kritik. Vor dem Veranstaltungsort versammelten sich Demonstranten, um ihren Protest zum Ausdruck zu bringen.

Die Veranstalterin Vivian Honert-Boddin bestätigte, dass Lindemann zu den rund 40 Prominenten gehörte, die vom Unternehmer und Ball-Sponsor Torsten Fenger eingeladen worden waren. Sie verteidigte die Entscheidung mit dem Hinweis, der Ball schließe niemanden aus, und alle Einnahmen kämen dem Verein 'Leipzig hilft Kindern' zugute.

Vor der Oper hielten Demonstranten Schilder hoch und skandierten Parolen gegen Lindemanns Anwesenheit. An den Protesten beteiligten sich Gruppen wie 'Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch', 'Omas gegen Rechts', 'Acht. März. Immer.' und 'Frauenkultur'. Die Kontroverse geht auf Vorwürfe zurück, die vor zwei Jahren gegen den Musiker erhoben wurden.

Trotz der Kritik fand der Ball wie geplant statt und blieb damit eine der prominentesten Gesellschaftsveranstaltungen Leipzigs.

Der Leipziger Opernball wurde mit Lindemanns Teilnahme fortgesetzt, doch die Proteste warfen weiterhin einen Schatten auf die Veranstaltung. Die Organisatoren betonten den wohltätigen Charakter des Abends, während Kritiker mehr Konsequenzen forderten. Die Debatte über seine Einladung wird voraussichtlich auch nach dem Event anhalten.