03 April 2026, 00:49

Ostfriesisches Ehepaar muss 18.000 Euro Sozialhilfe zurückzahlen

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Steuerformulars mit Text und Zahlen.

Ostfriesisches Ehepaar muss 18.000 Euro Sozialhilfe zurückzahlen

Ein Ehepaar aus Ostfriesland muss nach einer Gerichtsentscheidung 18.000 Euro an Grundsicherungsleistungen zurückzahlen. Das Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen urteilte, dass das Paar in den Jahren, in denen es staatliche Unterstützung bezog, seine Einkünfte nicht korrekt offenlegte. Damit wurde ein früherer Freispruch wegen Sozialleistungsbetrugs aufgehoben.

Das Ehepaar hatte behauptet, die Frau habe als Küchenhilfskraft lediglich 100 Euro monatlich aus ihrem Nebenjob erhalten. Zwischen 2007 und 2013 bezogen sie Leistungen nach dem SGB II, dem deutschen Sozialhilfesystem für Arbeitslose. Die Behörden hatten jedoch aufgrund von Unterlagen des Hauptzollamts Oldenburg den Verdacht auf nicht deklarierte Einnahmen.

Das LSG wies die Angaben des Paares zurück und begründete dies damit, dass deren mangelnde Kooperation eine klare Ermittlung des tatsächlichen Einkommens unmöglich gemacht habe. Statt die Beweislast beim Staat zu belassen, verlagerte das Gericht diese auf die Kläger. Sie mussten nun nachweisen, dass ihre Angaben zutreffend waren – was ihnen laut Gericht nicht gelang.

Obwohl die genaue Höhe der nicht gemeldeten Einkünfte nicht festgestellt werden konnte, bestätigte das Urteil, dass das Paar die gesamten erhaltenen Leistungen zurückerstatten muss. Der Fall unterstreicht die rechtlichen Konsequenzen für Empfänger, die ihre Einkommensnachweise nicht vollständig vorlegen.

Die Rückforderung beläuft sich auf 18.000 Euro für den Zeitraum von 2007 bis 2013. Das Urteil betont die Pflicht von Leistungsbeziehern, transparente Finanzunterlagen vorzulegen. Ohne ausreichende Einkommensnachweise riskieren sie nicht nur den Verlust ihres Anspruchs, sondern auch Rückforderungsansprüche.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
AKTUALISIERUNG

Key Evidence Uncovered in 2016 Audit Sheds Light on Case

New details from a 2016 tax audit reveal how authorities first suspected the couple of hiding income. Handwritten wage lists discovered during the audit suggested the woman earned significantly more than her 100 Euro monthly claim. These records, indicating black market work at a fish restaurant, formed the basis for the 2007-2013 benefit investigation. The evidence contradicted the couple's earlier statements and supported the court's reversal of their criminal acquittal.