Oldenburgs neues Museum auf der "Museumsinsel" verbindet Geschichte und Zukunft
Winfried JunkOldenburgs neues Museum auf der "Museumsinsel" verbindet Geschichte und Zukunft
Oldenburg eröffnet neues Museum auf der „Museumsinsel“
Oldenburg hat ein neues Museum als Teil seines „Museumsinsel“-Komplexes eröffnet. Das vierstöckige Gebäude, entworfen von den Architekturbüros GME und JES, besticht durch eine hellgraue Klinkerfassade und lädt Besucher ein, die Vergangenheit und Gegenwart der Stadt zu erkunden. Im Inneren stellen Ausstellungen zwei zentrale Fragen in den Mittelpunkt: Was ist eine Stadt? und Wer macht eine Stadt aus?
Die Schau zeigt Oldenburgs Geschichte über die Jahrhunderte hinweg und würdigt die Menschen, die sie geprägt haben. Zu den Exponaten zählen unter anderem ein Neon-Schild der Fleischerei Monse, ein Konzertticket von Nirvana und der Schlüssel eines Geflüchteten. Diese Gegenstände verbinden die Besucher mit bekannten und fast vergessenen Kapiteln der Stadtgeschichte.
Ein Musikautomat spielt Lieder mit Bezug zu Oldenburg, darunter eine heitere Version der Hymne Heil dir, o Oldenburg. Im dritten Stock bietet das „Oldenburger Fenster“ einen Blick über die Stadt und regt zum Nachdenken über ihre Zukunft an.
Das Museum versteht sich als mehr als nur ein Ausstellungsort. Es bezeichnet sich selbst als einen „dritten Ort“ – einen Raum, in dem Menschen entspannen, sich unterhalten oder sogar ein Nickerchen machen können. Der Zugang zu den öffentlichen Bereichen ist kostenlos, nur für Sonderausstellungen wird ein Ticket benötigt.
Draußen entstehen Pläne für einen Platz vor dem Neubau. Dieser soll gestaltet werden, sobald der Bau eines nahegelegenen Hauptsitzes abgeschlossen ist. Das Museum reiht sich ein in die bestehende „Museumsinsel“ mit dem Horst-Janssen-Museum und zwei historischen Villen von Theodor Francksen.
Das neue Museum verbindet Geschichte, Musik und Stadtansichten, um Besucher zu begeistern. Indem es zur Reflexion über Oldenburgs Vergangenheit und Zukunft anregt, lädt es sie auch ein, über die eigene Rolle bei der Gestaltung der Stadt nachzudenken. Der Ort ist offen, einladend und interaktiv für alle konzipiert.






