Norbert Himmler bleibt ZDF-Intendant – trotz Kritik und Skandale
Norbert Himmler ist am Freitag vom Rundfunkrat erneut zum ZDF-Intendanten gewählt worden. Seine Führung stand zwar in der Kritik, doch setzte er sich ohne ernsthafte Konkurrenz durch. Die Entscheidung festigt seinen Einfluss auf den zweitgrößten öffentlich-rechtlichen Sender Deutschlands.
Geboren 1971 in Mainz, studierte Himmler Politikwissenschaft und Germanistik, bevor er 1998 als Volontär zum ZDF stieß – nachdem er dort bereits als studentische Hilfskraft und freier Mitarbeiter tätig gewesen war. Im Laufe der Jahre stieg er auf: zunächst als Assistent des Chefredakteurs, später als Programmplanungsleiter und schließlich als Direktor von ZDFneo.
2014 sorgte er als Programmdirektor für Aufsehen, als er die Abschaffung der langjährigen Primetime-Unterhaltungsshow Wetten, dass..? veranlasste. Doch 2021 holte er die Sendung als Intendant zurück – mit Erfolg: Die Ausgabe 2021 erreichte einen Marktanteil von 45 Prozent, die Folge 2022 blieb stark. Die letzte Sendung im November 2023 verfolgten 12,13 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 45,3 Prozent.
Trotz Kritik an der Relevanz des ZDF und eines jüngsten Skandals um KI-generierte Bilder steht Himmlers Wiederwahl für Kontinuität. Traditionelle Formate prägen weiterhin das Programm, auch wenn Reformen eingeleitet wurden. Sein Jahresgehalt beträgt 372.000 Euro.
Die Entscheidung des Rundfunkrats bestätigt Himmler für eine weitere Amtszeit. Seine Führung wird die Zukunft des ZDF prägen – zwischen bewährten Inhalten und sich wandelnden Zuschauererwartungen. Die Entwicklung des Senders unter seiner Ägide bleibt genau zu beobachten.