Niedersachsen setzt vor der Landtagswahl auf Stärkung der Gründerszene
Leopold BeerNiedersachsen setzt vor der Landtagswahl auf Stärkung der Gründerszene
Niedersachsen will Gründerszene stärken – vor der Landtagswahl am 9. Oktober 2022
Mit der anstehenden Landtagswahl am 9. Oktober 2022 arbeitet Niedersachsen daran, seine Gründerszene zu stärken. Die politischen Parteien präsentieren nun ihre Pläne, um die Rahmenbedingungen für junge Unternehmen – insbesondere in technologiegetriebenen Branchen – zu verbessern. Die Region profitiert bereits von einer vielfältigen Landschaft, die von der Nordsee bis zum Harz reicht, sowie von einem dichten Netzwerk forschungsstarker Universitäten.
Die aktuelle Landesregierung fördert über die NBank Initiativen zur Unterstützung von Innovation und Startups. Ein laufendes Programm, "Soziale Innovation", befindet sich bereits in der sechsten Runde und stellt bis zum 22. Mai 2026 Fördermittel in Höhe von 21,7 Millionen Euro bereit. Bisher lag der Fokus hier auf KI und Robotik. Ein weiterer, neu ausgeschriebener Förderaufruf richtet sich an "Willkommenszentren" für internationale Fachkräfte und bietet bis zu 400.000 Euro pro Projekt (mit bis zu 70 Prozent Förderung) bis zum 30. Juni 2026. Zwar kommen diese Maßnahmen indirekt auch Startups zugute, doch konkrete Pläne für den Ausbau der Infrastruktur in den Bereichen AgTech oder BioTech stehen noch aus.
Der "Niedersachsen Startup Monitor 2025" verzeichnet zwar eine positive Entwicklung bei Unternehmensgründungen in der Region. Allgemeine Unterstützungsangebote wie die Beratungstage der IHK zu Förderprogrammen gibt es bereits. Doch detaillierte Strategien für branchenspezifische Bedürfnisse – vor allem in AgTech und BioTech – fehlen bisher.
Angesichts der nahenden Wahl verfeinern die Parteien im Landtag derzeit ihre Vorschläge. Konkrete Schritte zur Förderung junger Technologieunternehmen sind jedoch erst nach der Abstimmung zu erwarten, da die Politik bessere Rahmenbedingungen für Wachstum schaffen will.
Niedersachsens Startup-Ökosystem stützt sich auf seine forschungsstarken Universitäten und die unterschiedlichen regionalen Stärken. Das Ergebnis der Oktoberwahl wird die künftige Ausrichtung der Politik prägen – einschließlich gezielter Förderung für AgTech und BioTech. Bis dahin bleiben bestehende Förderprogramme und allgemeine Wirtschaftsdienstleistungen die wichtigsten Instrumente, um Innovation voranzutreiben.