NGG fordert faire Löhne und Schutz vor Überlastung während der WM
Heinz-Peter SödingNGG fordert faire Löhne und Schutz vor Überlastung während der WM
NGG warnt Gastgewerbe vor Überlastung der Beschäftigten während der WM
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat Arbeitgeber in der Gastronomie davor gewarnt, ihr Personal während der Fußball-Weltmeisterschaft zu überlasten. Sie besteht darauf, dass Überstunden vergütet werden müssen und die Schichtplanung Rücksicht auf Beschäftigte mit Pflegeverantwortung nehmen soll. Zudem will die Gewerkschaft in den anstehenden Tarifverhandlungen höhere Löhne durchsetzen.
Der NGG-Bezirk Krefeld-Neuss forderte Restaurants und Bars auf, auf übermäßige Mehrarbeit während des Turniers zu verzichten. Arbeitgeber müssten jede zusätzliche Arbeitsstunde bezahlen und für Stoßzeiten während der Spiele zusätzliches Personal einstellen, um Erschöpfung vorzubeugen. Besonders betont die Gewerkschaft, dass bei der Schichteinteilung auf Kellner:innen mit Kindern und Köch:innen mit Angehörigenpflege Rücksicht genommen werden muss.
Die Verhandlungen zwischen der NGG und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) beginnen in der Woche nach dem WM-Auftaktspiel. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von sechs Prozent für alle Beschäftigten im Gastgewerbe des Rhein-Kreises Neuss. Für eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft in der Küche oder im Service würde dies mindestens 164 Euro mehr im Monat bedeuten.
Die NGG warnt Arbeitgeber, dass unfaire Praktiken nach hinten losgehen könnten, da Beschäftigte sich gegen eine Überlastung wehren dürften. Sie unterstreicht, dass ein motiviertes Team entscheidend für den Erfolg in der Gastronomie sei. Zu den Forderungen gehören faire Bezahlung von Mehrarbeit sowie eine generelle Lohnerhöhung für alle Mitarbeiter:innen. Statt auf Überstunden zu setzen, sollten Arbeitgeber zusätzliches Personal einstellen. In den Gesprächen geht es sowohl um die Arbeitsbedingungen während der WM als auch um langfristige Verbesserungen bei den Löhnen.






