Neue Großleitstelle in Wittenberg soll Notfallrettung in Südniedersachsen revolutionieren
Winfried JunkNeue Großleitstelle in Wittenberg soll Notfallrettung in Südniedersachsen revolutionieren
Landkreis Göttingen, die Stadt Göttingen und der Landkreis Northeim planen gemeinsames Notfall-Leitstellenzentrum in Wittenberg
Die drei Kommunen wollen mit dem neuen Großleitstellenstandort Südniedersachsen ihre bestehenden Einrichtungen zusammenlegen, um die Effizienz zu steigern und Kosten zu sparen. Bei einer öffentlichen Veranstaltung im Februar 2026 wurde das Vorhaben lokalen Verantwortungsträgern und Rettungskräften vorgestellt.
Die Idee für eine gemeinsame Leitstelle entstand 2023, als die beiden Landkreise und die Stadt Göttingen nach Wegen suchten, die Notfallbewältigung zu optimieren. Eine externe Fachanalyse betonte die Vorteile größerer, integrierter Strukturen – darunter bessere Personaldecke, leistungsfähigere Technik und klarere Koordination in Krisenfällen.
Bevor die vollständige Fusion umgesetzt wird, soll ein vorläufiges Kooperationsabkommen den schrittweisen Zusammenschluss der Regionalleitstelle Göttingen und der Kreisleitstelle Northeim ermöglichen. Langfristig ist geplant, die Einrichtung als öffentlich-rechtliche Anstalt (Anstalt öffentlichen Rechts, AöR) zu führen.
Noch ausstehend sind die Zustimmungen der Kreistage in Göttingen und Northeim sowie des Göttinger Stadtrats. Zudem prüfen die Verantwortlichen, ob weitere benachbarte Kommunen in das System einbezogen werden und Aufgaben übertragen können.
Ähnliche Modelle gibt es in Niedersachsen bereits: Seit 2020 betreibt der Landkreis Celle eine integrierte Leitstelle mit umliegenden Gemeinden. Osnabrück und sein Umland nutzen ein gemeinsames Krisen- und Notfallzentrum, während Braunschweig und die Region seit 2023 kooperieren. Auch die Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Diepholz und der Region Hannover dient als Vorbild.
Bei einer Genehmigung würde der Großleitstellenstandort Südniedersachsen die Notfallsteuerung in der Region zentralisieren. Der stufenweise Ansatz soll einen reibungslosen Übergang sichern – ohne Einbußen bei der Versorgungsqualität. Das Projekt folgt damit dem niedersächsischen Trend zu gemeinsamen Leitstellen für eine effizientere Krisenbewältigung.
Erweiterungspläne für das Notfallzentrum Wittenberg enthüllt
Planer erwägen nun eine umfassendere Integration für das neue Südniedersachsen-Dispatch-Center. Wichtige Entwicklungen sind:
- Diskussionen über die Einbeziehung weiterer Gemeinden und die Integration der Rettungsdienste in die gemeinsame Struktur.
- Ein vorgeschlagener Übergangszeitraum von 18 Monaten für organisatorische und technische Anpassungen.
- Langfristige Pläne, das Center als öffentliche Rechtsinstitution (AöR) für eine nachhaltige Verwaltung einzurichten.