05 May 2026, 10:14

Mediashop steht vor Verkauf – 160 Jobs in Neunkirchen in Gefahr

Werbung mit einem Mann in Anzug und Krawatte, der in einem Auto mit entschlossener Miene steht, vor einem hellgelben Hintergrund mit blauem Himmel und weißen Wolken, bewirbt ein Firmen-Telefon mit fetter schwarzer Schrift.

Mediashop steht vor Verkauf – 160 Jobs in Neunkirchen in Gefahr

Mediashop GmbH verkauft Betrieb und Firmensitz in Neunkirchen

Die in Neunkirchen ansässige Teleshopping-Firma Mediashop GmbH steht kurz davor, ihre operativen Vermögenswerte und den Unternehmenssitz noch in dieser Woche zu veräußern. Das Unternehmen hatte im Februar 2026 Insolvenz angemeldet, nachdem die Schulden auf 51,55 Millionen Euro angestiegen und die Umsätze eingebrochen waren. Nun hängen rund 160 Arbeitsplätze in der Schwebe, während die Verhandlungen in die finale Phase gehen.

Die Probleme begannen bereits zu Jahresbeginn, als die finanziellen Schwierigkeiten von Mediashop das Unternehmen in die Insolvenzverwaltung zwangen. Der Insolvenzverwalter Michael Lentsch übernahm die Suche nach einer Rettungslösung und arbeitete eng mit potenziellen Investoren zusammen. Ihr Plan sieht vor, die einstige Marktführerschaft des Unternehmens im TV-Shopping in Österreich, Deutschland und der Schweiz wiederzubeleben – allerdings mit einer strafferen Ausrichtung: Die Zahl der Kanäle, auf denen Produktwerbung ausgestrahlt wird, soll von 172 auf nur noch 30 reduziert werden.

Der 2018 errichtete Firmensitz befindet sich auf einem 6.566 Quadratmeter großen Grundstück mit 2.670 Quadratmetern maßgeschneidertem Büro- und Arbeitsraum. Eine unabhängige Bewertung taxierte den Wert der Immobilie auf 5,23 Millionen Euro, während die Bank eine Hypothek in Höhe von maximal 5,5 Millionen Euro hält. Die aktuellen Verbindlichkeiten für das Gelände belaufen sich auf 3,9 Millionen Euro. Zudem zahlt Mediashop eine jährliche Grundmiete von knapp 14.000 Euro für einen Pachtvertrag, der noch bis 2078 läuft.

Trotz intensiver Bemühungen konnte sich die Investorengruppe mit der Hausbank von Mediashop nicht auf eine Übernahme des Gebäudes in Neunkirchen einigen. Bürgermeister Peter Teix betonte die Tragweite der Entscheidung und verwies auf die 160 Arbeitsplätze, die mit dem Unternehmen verbunden sind, sowie deren Bedeutung für die kommunalen Finanzen.

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Der Verkauf der Vermögenswerte und der Nutzungsrechte am Gebäude soll in den kommenden Tagen abgeschlossen werden. Bei Erfolg will die Investorengruppe die Marke mit einem schlankeren Geschäftsmodell neu positionieren. Das Ergebnis der Verhandlungen wird nicht nur über die Zukunft der Belegschaft entscheiden, sondern auch über die Rolle des Unternehmens für die Wirtschaft in Neunkirchen.

Quelle