Massivstreik in Niedersachsen und Bremen: Pflegekräfte fordern faire Löhne und mehr Personal
Serpil KranzMassivstreik in Niedersachsen und Bremen: Pflegekräfte fordern faire Löhne und mehr Personal
Pflegekräfte in Niedersachsen und Bremen streiken heute
Rund 330.000 Beschäftigte aus den Bereichen Sozialdienste und Bildung in Niedersachsen und Bremen legen heute die Arbeit nieder. Sie fordern höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und Lösungen für den akuten Personalmangel.
Der Streik folgt dem Scheitern der Tarifverhandlungen am 22. März. Die Arbeitnehmer erhöhen nun den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber, kurz vor der nächsten Verhandlungsrunde, die am 16. und 17. Mai im Kongresshotel Potsdam stattfinden wird.
In Hannover kritisierte der Gewerkschaftssekretär Michael Patschkowski bei einer Kundgebung das jüngste Lohnangebot der Arbeitgeber. Unterdessen überreichten Demonstranten in Oldenburg Bürgermeister Jürgen Krogmann eine Petition mit ihren zentralen Forderungen. Die Gewerkschaft ver.di verlangt eine faire finanzielle Entlohnung, verbesserte Arbeitsbedingungen sowie dringende Maßnahmen gegen den Personalnotstand.
Die Arbeitsniederlegung ist Teil einer breiteren Bewegung für Veränderungen im Sektor. Die Beschäftigten haben deutlich gemacht, dass sie die aktuellen Angebote nicht akzeptieren werden. Die Streiks dauern an, bis am Donnerstag die dritte Verhandlungsrunde beginnt. Die Arbeitgeber stehen unter wachsendem Druck, auf die Forderungen einzugehen. Jede Einigung, die in Potsdam erzielt wird, könnte Tausende Angestellte in sozialen und Bildungseinrichtungen betreffen.






