Landkreis Schmalkalden-Meiningen reformiert Altkleidersammlung radikal
Heinz-Peter SödingLandkreis Schmalkalden-Meiningen reformiert Altkleidersammlung radikal
Landkreis Schmalkalden-Meiningen ändert Altkleidersammlung grundlegend
Angesichts schwerer Turbulenzen auf dem Textilrecyclingmarkt stellt der Landkreis Schmalkalden-Meiningen seine Sammlung von Altkleidung um. Ziel der Behörden ist es, die Qualität der gesammelten Materialien zu verbessern und Verunreinigungen zu reduzieren – unter anderem durch eine Verringerung der Annahmestellen.
Das lokale Textilrecyclingsystem stand in den vergangenen Monaten unter Druck, nachdem der Gebrauchtmarkt in Deutschland und Europa zusammengebrochen war. Sortieranlagen wurden geschlossen, die Kosten stiegen, und die Nachfrage brach ein. Dies zwang den Landkreis, seine Strategie zu überdenken.
Bisher sammelte die Region jährlich rund 300 Tonnen Alttextilien. Die Einnahmen aus diesen Sammlungen halfen, die Abfallgebühren stabil zu halten. Künftig werden jedoch weniger Container verfügbar sein, und die Annahmestellen werden an zentrale, betreute Standorte verlegt.
Als neue Hauptabgabestelle wurde im Bereich der Hohen Rhön das Recyclingzentrum Kaltennordheim in der In der Aue 20 eingerichtet. Die Umstellung läuft bereits in Meiningen, Zella-Mehlis und Teilen der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön.
Bürger können nach wie vor tragbare, saubere Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Handtücher, Decken sowie Accessoires wie Taschen, Gürtel und Schals abgeben. Stark verschmutzte, nasse oder schimmelige Textilien, Teppiche, Matratzen und Hausmüll werden hingegen nicht mehr angenommen. Die Behörden weisen zudem darauf hin, keine Säcke oder Abfälle neben den Containern zurückzulassen.
Die Änderungen bedeuten weniger, aber besser kontrollierte Sammelstellen im gesamten Landkreis. Anwohner müssen vor der Abgabe prüfen, welche Artikel noch akzeptiert werden. Das neue System soll eine höhere Recyclingqualität sicherstellen und sich gleichzeitig den aktuellen Marktherausforderungen anpassen.






