20 February 2026, 04:31

Kreislaufwirtschaft revolutioniert die deutsche Messebranche mit 380 Veranstaltungen jährlich

Eine große Gruppe von Menschen an einem Messestand mit der Aufschrift "Book Republic Hong Kong Book Fair", Banner und Deckenbeleuchtung.

Kreislaufwirtschaft revolutioniert die deutsche Messebranche mit 380 Veranstaltungen jährlich

Deutsche Messebranche setzt auf Kreislaufwirtschaft: Nachhaltige Lösungen für über 380 Veranstaltungen jährlich

Die deutsche Bahn veranstaltet jedes Jahr mehr als 380 Messen, an denen rund 180.000 Unternehmen teilnehmen. Nun soll ein neues Projekt die Branche nachhaltiger machen – durch die Einführung von Kreislaufwirtschaftsmodellen. Forscher der Universität Osnabrück leiten die Initiative, die Abfall reduzieren und die Wiederverwendung von Materialien fördern will.

Das Vorhaben wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DB) unterstützt und erhält etwa 150.000 Euro an Fördergeldern. Alexander Bonde, Generalsekretär der DB, ist überzeugt, dass die Kreislaufwirtschaft nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile für Unternehmen bietet.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Entwicklung wiederverwendbarer Messestände und ein nachhaltigeres Branchenmodell. Um praktische Wirkung zu erzielen, arbeitet die Universität mit wichtigen Partnern zusammen, darunter der AUMA – Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, TW Tagungswirtschaft, das Unternehmen 2-B-Different sowie IMB: Troschke.

Trotz der offensichtlichen Vorteile gibt es noch Hürden: Viele Unternehmen halten an herkömmlichen Methoden fest – aus Zeitdruck, wegen der Kosten oder aus Skepsis gegenüber Veränderungen. Das Projektteam will diese Herausforderungen angehen, indem es bezahlbare, nachhaltige Standlösungen entwickelt und mit Erfolgsbeispielen für eine breitere Akzeptanz wirbt.

Das Projekt der Universität Osnabrück könnte die Bahnbranche in Deutschland grundlegend verändern. Durch den Einsatz wiederverwendbarer Materialien und kreislauforientierter Praktiken soll Abfall vermindert werden – und das bei überschaubaren Kosten. Gelingt das Vorhaben, könnte es zum neuen Standard für Nachhaltigkeit in der Branche werden.