02 May 2026, 10:13

Krebsdiagnose als Markenstrategie: Wie Influencerin Lerchek mit Eyya Skin polarisiert

Buntes Plakat für das National Cancer Institute mit blauem Hintergrund und weißer Schrift, das einen Kreis aus überlappenden, lächelnden Bildern von verschiedenen Menschen um den fetten, großgeschriebenen Titel zeigt.

Krebsdiagnose als Markenstrategie: Wie Influencerin Lerchek mit Eyya Skin polarisiert

Die Bloggerin Valeria Chekalina, online besser bekannt als Lerchek, hat trotz einer fortgeschrittenen Krebserkrankung eine eigene Kosmetikmarke auf den Markt gebracht. Ihr öffentlicher Kampf gegen die Krankheit steht dabei im Mittelpunkt ihrer Marketingstrategie – und sorgt bei ihren Followern sowohl für Unterstützung als auch für Kritik. Der Produzent Gera Iwashtschenko hat kürzlich die Taktik hinter Chekalinas Vorgehen analysiert und sie mit globalen PR-Strategien großer Influencer verglichen.

Chekalina gab ihre Krebsdiagnose in emotionalen Videos bekannt, die eng mit ihrer Marke Eyya Skin verknüpft sind. Sie präsentierte ihren persönlichen Kampf als Teil der Markengeschichte und verband dabei Durchhaltevermögen mit Appellen an das Mitgefühl. Diese Offenheit spaltet ihr Publikum: Einige loben ihre Ehrlichkeit, andere werfen ihr vor, sie „setze zu sehr auf Mitleid“.

Iwashtschenko bezeichnete Chekalinas Methode als kalkulierten Schritt, ähnlich den Strategien der Familie Kardashian. Er vermutet, dass ihre Transparenz auch darauf abzielt, die finanzielle Zukunft ihrer Kinder abzusichern. Gleichzeitig warnte er, dass eine solche Verletzlichkeit bei russischen Zuschauern auf Unverständnis stoßen könnte – in einer Kultur, in der öffentliche Personen bei gesundheitlichen Krisen meist zurücktreten.

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Die Einführung von Eyya Skin löst gemischte Reaktionen aus. Während Anhänger Chekalinas Stärke bewundern, fragen Kritiker, ob sie ihre Krankheit für Marketingzwecke instrumentalisiert. Iwashtschenko betonte, dass ein solch persönliches Bekanntmachen von Schicksalsschlägen in Russland ungewöhnlich ist, wo in schwierigen Zeiten meist Diskretion Vorrang hat.

Trotz der Debatten um ihre Werbestrategie wächst Chekalinas Marke weiter. Ihre Entscheidung, ihren Krebs öffentlich zu thematisieren, hebt sie von anderen russischen Influencern ab. Welche langfristigen Auswirkungen dies auf ihr Publikum – und ihr Geschäft – haben wird, bleibt abzuwarten.

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