Kernkraftwerk Grohnde erhält finale Stilllegungsgenehmigung für Rückbau bis 2039
Leopold BeerKernkraftwerk Grohnde erhält finale Stilllegungsgenehmigung für Rückbau bis 2039
Kernkraftwerk Grohnde macht weiteren großen Schritt in Richtung endgültige Stilllegung
Das niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz hat kürzlich die zweite und letzte Stilllegungsgenehmigung für das Kernkraftwerk Grohnde erteilt. Mit dieser Freigabe können die Betreiber nun mit dem Rückbau kritischer Reaktorkomponenten beginnen – darunter das Druckbehältergehäuse und dessen biologischen Schild.
Umweltminister Christian Meyer bestätigte, dass das Kraftwerk endgültig vom Netz genommen sei und nie wieder in Betrieb gehen werde. Der Prozess markiert eine entscheidende Phase im Atomausstieg Deutschlands.
Die eigentliche Stilllegung von Grohnde begann nach Erteilung der ersten Abbaugenehmigung im Dezember 2023. Der Betreiber PreussenElektra reichte 2024 einen Folgeantrag ein, der nun zur finalen Genehmigung führte. Bis Anfang April 2026 waren die letzten Brennelemente sicher aus dem Reaktorgebäude in einen Castor-Behälter umgelagert und in das zwischengelagerte Lager auf dem Gelände überführt worden.
Der Rückbau der inneren Komponenten des Reaktordruckbehälters soll im Herbst 2026 beginnen. Die vollständige Stilllegung – inklusive des Abbaus aller verbleibenden Bauwerke – wird voraussichtlich bis 2039 abgeschlossen sein.
Erneuerbare Energien sollen die Zukunft des Standorts prägen Parallel dazu plant die Region bereits die energetische Nachnutzung des Geländes. Im Energieknoten Emmerthal entstehen großflächige Batteriespeicher, Freiflächen-Solaranlagen und ein neues Umspannwerk. Diese Projekte sollen das Areal nach der vollständigen Stilllegung des AKW für eine nachhaltige Stromerzeugung umwidmen.
Mit der nun vorliegenden finalen Stilllegungsgenehmigung schreitet die Schließung von Grohnde wie geplant voran. Die Demontage der zentralen Reaktorkomponenten beginnt noch in diesem Jahr, die vollständige Freimachung des Geländes ist für 2039 vorgesehen. Der Wandel von der Atomenergie hin zu erneuerbaren Energien markiert eine langfristige Transformation der regionalen Stromversorgung.






