14 March 2026, 02:12

Intel baut Mega-Chipfabrik in Magdeburg für 17 Milliarden Euro

Nahaufnahme eines neuen Intel-Prozessormikrochips auf einer blauen Oberfläche.

Intel baut Mega-Chipfabrik in Magdeburg für 17 Milliarden Euro

Intel baut in Magdeburg ein großes Halbleiterwerk – ein entscheidender Schritt im europäischen Vorhaben, die Chipproduktion auszuweiten. Die 17-Milliarden-Euro-Anlage, deren Eröffnung für 2023 geplant ist, umfasst zwei Fertigungsstätten und könnte bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze in der Region schaffen. In der Nähe profitiert die Technische Universität Braunschweig von der engeren Zusammenarbeit mit dem Technologiekonzern, insbesondere durch ihre Expertise in Chipdesign und verwandten Bereichen.

Der Standort Magdeburg wird als Intels europäisches Zentrum fungieren und den Namen "Silicon Junction" tragen. Der Bau erfolgt im Rahmen der Pläne des Unternehmens, in den kommenden Jahren mehrere Fabriken auf dem Kontinent zu errichten. Mit Investitionskosten, die die kombinierten Ausgaben für den Flughafen Berlin Brandenburg und Stuttgart 21 übersteigen, unterstreicht das Projekt das Ausmaß der europäischen Halbleiterambitionen.

Die Ausrichtung des Werks wird auch Intels Kooperation mit der TU Braunschweig prägen. Falls sich Magdeburg auf die reine Produktion konzentriert, könnte das Unternehmen ein gemeinsames Designzentrum in Braunschweig einrichten. Dies würde Forscher in unmittelbarer Nähe zu den Produktionslinien bringen und gleichzeitig die Stärken der Universität in Halbleitertechnologie, Nachrichtentechnik und integrierter Systementwicklung nutzen.

Die Initiative passt zu einem größeren Branchenwandel. In den letzten fünf Jahren hat sich die globale Chipproduktion über die asiatische Vorherrschaft hinaus diversifiziert, wobei Europa – insbesondere Deutschland – an Bedeutung gewinnt. Intels Werk in Magdeburg und die TSMC-Fabrik in Dresden deuten auf wachsende Kapazitäten hin, während die Niederlande weiterhin führend in Ausrüstung und Design bleiben. Dieser Schub spiegelt die steigende Bedeutung von CMOS-basierten Chips wider, deren fortschrittliche Herstellung hohe Investitionen erfordert.

Die Magdeburger Anlage wird Intels Auftragsfertigungskapazitäten stärken und tausende Arbeitsplätze schaffen. Die Forschung der TU Braunschweig zu Chipdesign und Datenverarbeitung könnte die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen vertiefen – abhängig vom operativen Schwerpunkt des Werks. Gemeinsam zielen diese Entwicklungen darauf ab, Europas Position auf dem globalen Halbleitermarkt zu festigen.

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