"Hütten für Halle": Wie Betonrohre zu Jugend-Treffpunkten werden
Heinz-Peter Söding"Hütten für Halle": Wie Betonrohre zu Jugend-Treffpunkten werden
"Hütten für Halle": Crowdfunding-Kampagne schafft geschützte Freiräume für Jugendliche
Eine neue Crowdfunding-Aktion in Halle sammelt Gelder, um geschützte Außenbereiche für junge Menschen zu schaffen. Unter dem Namen "Hütten für Halle" werden Beton-Abflussrohre zu Sitzgelegenheiten in der Nähe des Thüringer Bahnhofs umfunktioniert. Ziel ist es, das lokale Leben aufzuwerten und gleichzeitig Grünflächen sowie Insektenhabitate im Stadtteil zu schaffen.
Hinter der Initiative steht die Bürgerstiftung Halle, die mit der Kampagne den Bau von "Sitzröhren" vorantreibt – robuste Sitzröhren aus recycelten Betonrohren. Jede Röhre wird mit Holzsitzbänken und Tischen ausgestattet und bietet so einen gemütlichen Treffpunkt. Der erste Pilotstandort entsteht in der Nähe des Thüringer Bahnhofs.
Die gesammelten Mittel decken Transport, Kranarbeiten und die Innenausstattung der Röhren. Das Spendenziel liegt bei 3.000 Euro. Bei Erfolg fließt zusätzliches Geld in die Begrünung der Röhrendächer mit Sukkulenten.
Neben der Schaffung eines Begegnungsorts soll das Projekt auch das lokale Klima verbessern: Die begrünten Dächer bieten Hitzeschutz und schaffen neue Lebensräume für Insekten. Die Organisatoren hoffen, dass die Sitzröhren Jugendlichen, Erwachsenen und der gesamten Nachbarschaft zugutekommen, indem sie den öffentlichen Raum attraktiver gestalten – ohne Lärm oder Störungen zu verursachen.
Die Kampagne "Hütten für Halle" will ungenutzte Materialien in wertvolle Gemeinschaftsflächen verwandeln. Bei voller Finanzierung bieten die Sitzröhren Schutz, Sitzmöglichkeiten und ökologische Vorteile. Bei Erfolg könnten ähnliche Installationen in der ganzen Stadt folgen.






