Hertha BSC siegt spät und dramatisch gegen Preußen Münster mit 2:1
Heinz-Peter SödingVideobeweis ohne Bildschirm: Hertha gewinnt in Münster - Hertha BSC siegt spät und dramatisch gegen Preußen Münster mit 2:1
Hertha BSC holt zweiten Sieg in Folge mit dramatischem 2:1 gegen Preußen Münster
Das Spiel bot späte Heldentaten, VAR-Kontroversen und eine Neuausrichtung der Saisonziele. Trainer Stefan Leitl peilt nach anfänglicher Skepsis gegenüber Aufstiegsträumen nun Platz sechs an.
Hertha ging mit dem Anspruch in die Partie, den Sieg gegen Nürnberg mit einem weiteren Dreier zu bestätigen. Die Berliner dominierten zwar früh den Ballbesitz, verpassten es jedoch, klare Torchancen in der ersten Halbzeit zu nutzen. Erst in der 45.+4. Minute brachte Fabian Reese die Mannschaft mit einem verwandelten Elfmeter in Führung.
Die Entscheidung des Videoschiedsrichters fiel unter chaotischen Umständen: Nach einem Platzsturm hatten maskierte Eindringlinge die VAR-Leinwand durch das Ziehen des Stromkabels lahmgelegt. Trotz der Panne blieb der Elfmeter bestehen.
Münster reagierte prompt nach der Pause. Jannis Heuer glich bereits in der 46. Minute aus, und die Gäste gewannen zunehmend an Selbstvertrauen, während Hertha keinen Rhythmus fand. Lange Zeit deutete alles auf ein Remis hin – bis tief in die Nachspielzeit.
Doch in der 90.+3. Minute traf Marten Winkler zum vielumjubelten Siegtreffer und sicherte Hertha damit die vollen drei Punkte.
Der späte Erfolg unterstreicht den Aufwärtstrend unter Trainer Stefan Leitl, der sein Saisonziel nun auf Platz sechs korrigiert hat. Nach einem holprigen Start in die Spielzeit hat sich der Verein seit der Winterpause in der 2. Bundesliga stetig verbessert. Jetzt gilt es, diese Form in den kommenden Spielen zu bestätigen.