Heizungsnotstand: Warum Haushalte monatelang auf Reparaturen warten müssen
Heinz-Peter SödingHeizungsnotstand: Warum Haushalte monatelang auf Reparaturen warten müssen
Heizungsausfälle in Deutschland: Haushalte warten wochenlang auf Reparaturen
In ganz Deutschland kämpfen Haushalte mit langen Wartezeiten für Heizungsreparaturen, da Handwerksbetriebe mit der hohen Nachfrage nicht Schritt halten können. Viele der oft jahrzehntealten Anlagen fallen ausgerechnet jetzt aus, wo der Winter beginnt. Kunden wie die Brüder Martin und Wilhelm Pröhl sitzen seit Wochen ohne funktionierende Heizung fest – und eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.
Bei den Pröhls versagte die Ölheizung bereits Anfang November. Die Brüder versuchten sich selbst an der Reparatur, bevor sie zehn lokale Firmen kontaktierten. Doch keine konnte vor Januar einen Termin anbieten.
Unternehmen wie die Thomas Cornberg GmbH oder die Alms+Bruns GmbH verzeichnen einen deutlichen Anstieg an Störfällen. Die meisten Anlagen sind zwischen 20 und 25 Jahre alt und damit besonders anfällig. Ein Mangel an Ersatzteilen und qualifizierten Fachkräften verschärft die Lage zusätzlich – selbst langjährige Kunden müssen länger als üblich auf Hilfe warten.
Neukunden haben es noch schwerer: Viele Betriebe lehnen sie ab und priorisieren bestehende Kundenbeziehungen. Das Problem hat sich über Jahre aufgebaut – durch pandemiebedingte Unterbrechungen und die Abwanderung von Handwerkern in andere Regionen. Offizielle Daten, wie sich die Nachfrage seit der Halbleiterkrise entwickelt hat – etwa im Vergleich zu Regionen wie dem Heidekreis –, gibt es nicht.
Die Folge: Einige Haushalte werden monatelang ohne zuverlässige Heizung auskommen müssen. Die Betriebe sind am Limit und konzentrieren sich zuerst auf Stammkunden. Ohne mehr Fachkräfte oder Ersatzteile dürften sich die Verzögerungen den ganzen Winter über hinziehen.