13 March 2026, 00:10

Heidekreis: Schülerzahlen zwischen Stabilität und ungewisser Zukunft

Ein Plakat mit der Aufschrift "Mangel an Bildung: Der bösartige Kreis" mit einer chaotischen Anordnung von verschiedenen Menschen, die die Folgen mangelnder Bildung hervorheben.

Heidekreis: Schülerzahlen zwischen Stabilität und ungewisser Zukunft

Schülerzahlen im Heidekreis werden sich im nächsten Jahrzehnt verschieben – doch das genaue Bild bleibt unklar. Während einige Schulen mit stabilen Zahlen rechnen, sehen sich andere mit Unsicherheiten konfrontiert, die auf Truppenzüge, Migrationsbewegungen und demografische Veränderungen zurückgehen. Behörden warnen, dass langfristige Prognosen mit zunehmender zeitlicher Distanz immer unschärfer werden.

Zwischen 2018 und 2024 schwankte die Zahl der Schüler, die die Schule ohne Hauptschulabschluss verließen, von Jahr zu Jahr. Die Werte lagen zwischen 85 und 163, mit einem Höchststand von 163 im Pandemiejahr 2023. Unter diesen Schülern hatten zwischen 12 und 25 Prozent einen Migrationshintergrund.

Mehrere weiterführende Schulen im Heidekreis werden ihr zweizügiges System beibehalten. Stabile Schülerzahlen werden an den Gymnasien in Soltau und Munster erwartet. Auch die kooperativen Gesamtschulen in Schneverdingen und Schwarmstedt dürften konstant bleiben. Gleichzeitig hoffen Verantwortliche, dass der "IGS-Effekt" die Überlastung am überfüllten Gymnasium in Walsrode lindern wird.

Besonders schwer vorhersagbar bleiben die Schülerzahlen in Bad Fallingbostel. Der Abzug britischer Militärangehöriger und mögliche Zuzüge – etwa durch das neue Heidekreis-Krankenhaus und den Ausbau der Bundeswehr – verstärken die Unsicherheit. Landkreisweit wird in den nächsten zehn Jahren ein Rückgang der Schülerzahlen prognostiziert. Doch Zuzüge und neue Arbeitsplätze könnten verhindern, dass Klassenzimmer bis 2031 leer stehen.

Jürgen Haarstick, Leiter des Fachbereichs Bildung beim Landkreis, betonte, dass die Prognosen für 2031 mit Vorsicht zu betrachten seien. Auch das Landesamt für Statistik sagt dem Heidekreis bis 2045 einen deutlichen Bevölkerungsrückgang voraus – um 12,4 Prozent, was deutlich über dem Landesdurchschnitt von 5,4 Prozent liegt.

Die kommenden Jahre werden für die Schulen im Heidekreis Veränderungen bringen: Einige müssen mit sinkenden Zahlen rechnen, andere bleiben stabil. Migration, militärische Verlegungen und lokale Arbeitsmarktentwicklungen werden die Schülerzahlen prägen. Fürs Erste heben Behörden hervor, dass Prognosen über das nahe Zukunftsszenario hinaus mit großer Unsicherheit behaftet sind.

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