18 March 2026, 18:12

Heidekreis-Klinikum kämpft mit Millionenloch durch Bundeskrankenhausreform

Postkarte des New Providence Hospital in Seattle, Washington, die ein großes Gebäude mit Fenstern, Treppen mit Geländern, Bäume, Gras und einen bewölkten Himmel zeigt, mit Text auf der Vorderseite.

Heidekreis-Klinikum kämpft mit Millionenloch durch Bundeskrankenhausreform

Kreisklinikum Heidekreis steht vor neuer Finanznot: Pflegebudget-Kürzungen durch Bund drohen Millionenloch

Das Kreisklinikum Heidekreis gerät durch die geplante Bundeskrankenhausreform unter zusätzlichen Finanzdruck: Die Neuregelungen könnten zu deutlichen Kürzungen im Pflegebudget führen. Zwar hat der Landkreis die Defizite des Hauses seit Langem ausgeglichen, doch die neuen Sparmaßnahmen könnten die erforderlichen Zuschüsse nun weiter in die Höhe treiben. Allein die erste Stufe der Reform droht dem Klinikum ein Minus von fünf Millionen Euro bei den Einnahmen zu bescheren.

Seit 2020 treibt das Pflegebudget in deutschen Krankenhäusern die Ausgaben in die Höhe. Die Kosten stiegen von 19,4 Milliarden Euro im Jahr 2020 auf 26,1 Milliarden Euro bis 2024, während die Zahl der Vollzeitstellen in der Pflege von 331.000 auf 372.000 kletterte. Betroffen von diesem Anstieg waren nicht nur umstrukturierte Häuser, sondern das gesamte System.

Das Kreisklinikum Heidekreis ist seit Jahren auf die Finanzhilfen des Landkreises angewiesen. Im Haushalt 2026 sind bereits 8,2 Millionen Euro aus dem laufenden Betrieb und sieben Millionen Euro aus dem Investitionsetat für einen Neubau eingeplant. Doch die Reform droht nun, die ohnehin prekäre Finanzlage des Krankenhauses weiter zu destabilisieren.

Wie Geschäftsführer Dr. Achim Rogge bestätigte, sollen die Zusammenlegung von Abteilungen von Soltau nach Walsrode zwar immerhin 15 Millionen Euro an Defizitausgleich einsparen. Dennoch warnte der Kreistag, dass die Zuschüsse deutlich erhöht werden müssten, um die neue Lücke zu schließen.

Die Folgen der Reform könnten den Landkreis zwingen, noch mehr Mittel für das Krankenhaus bereitzustellen. Angesichts des drohenden Einnahmeausfalls von fünf Millionen Euro gerät das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts für das Kreisklinikum Heidekreis zunehmend in Gefahr. Nun müssen die Verantwortlichen entscheiden, wie sie das Defizit ausgleichen – ohne dabei die Versorgung zu gefährden.

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