19 March 2026, 14:16

Gerhard Schlikker: Wie ein Osnabrücker Villa und NSDAP verband

Buch mit dem Titel "Deutsches Kolonial-Feitung" vom 11/1940 mit einem Bild von Adolf Hitler auf dem Cover, gehalten von einer Person umgeben von anderen mit Mützen.

Gerhard Schlikker: Wie ein Osnabrücker Villa und NSDAP verband

Öffentlicher Vortrag über Gerhard Schlikker, den umstrittenen Besitzer der Villa Schlikker

Am Donnerstag, dem 9. April, findet um 18:30 Uhr ein öffentlicher Vortrag über Gerhard Schlikker statt, den polarisierenden Eigentümer der Villa Schlikker. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Topographie des Terrors", die sich mit Diktaturen und ihren langfristigen Folgen für demokratische Gesellschaften auseinandersetzt.

Der Historiker Dr. Thorsten Heese wird die Diskussion im Museumsquartier Osnabrück leiten. Der Eintritt kostet 3 Euro, für unter 18-Jährige ist die Teilnahme kostenfrei.

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Schlikker erwarb das Anwesen am Heger Tor im Jahr 1926. Nur sechs Jahre später stellte er die Villa der NSDAP zur Verfügung und positionierte sich damit als Unterstützer ihres Aufstiegs. Der Vortrag zeichnet sein Leben nach, mit besonderem Fokus auf seine Rolle während der NS-Zeit und die historische Bedeutung des Gebäudes.

Thema des Abends ist auch, wie Persönlichkeiten wie Schlikker sich anpassten, als Deutschland von einer Republik in eine Diktatur umschlug. Obwohl offen bleibt, wie er sich nach 1945 zu seiner NSDAP-Mitgliedschaft äußerte, gibt es in den zugänglichen Quellen keine dokumentierten Antworten darauf.

Die Reihe "Topographie des Terrors" will die Mechanismen von Unterdrückung und deren Auswirkungen auf offene Gesellschaften aufzeigen. Diese Veranstaltung vertieft diesen Ansatz, indem sie die Rolle eines Einzelnen innerhalb eines größeren Systems der Kontrolle untersucht.

Die Teilnehmer erfahren Details zu Schlikkers Biografie und der Bedeutung der Villa in der lokalen Geschichte. Der Vortrag bietet zudem Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie persönliche Entscheidungen mit politischem Extremismus verwoben sind. Die Türen des Museumsquartiers Osnabrück öffnen pünktlich; der Eintrittsgelder kommen der bildungspolitischen Ausrichtung der Veranstaltung zugute.

Quelle