09 May 2026, 10:14

Hautkrebsfälle in Deutschland erreichen alarmierenden Höchststand – was jetzt hilft

Schwarzer und weißer Plakat mit der Aufschrift "Die einzigen sicheren Waffen gegen Krebs sind Chirurgie Röntgenstrahlen Radium", der die Strahlentherapie befürwortet.

Hautkrebsfälle in Deutschland erreichen alarmierenden Höchststand – was jetzt hilft

Hautkrebsfälle in Deutschland steigen seit Jahren stark an

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In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Hautkrebsfälle in Deutschland dramatisch erhöht. Im Jahr 2023 wurden in Krankenhäusern über 100.000 Patientinnen und Patienten behandelt – vor einem Jahrzehnt waren es noch weniger als 42.000. Expertinnen und Experten führen diesen Anstieg auf die zunehmende UV-Belastung durch den Klimawandel sowie mangelnden Sonnenschutz zurück.

UV-Strahlung gilt als bekannter Auslöser für Hautkrebs, da sie die Hautzellen schädigt. Während UVC-Strahlen vollständig von der Ozonschicht abgeblockt werden, dringen UVA-Strahlen an klaren Tagen fast ungehindert bis zur Erde durch. Diese Strahlen gelangen tief in die Haut, beschleunigen die Alterung und erhöhen das Krebsrisiko.

Sonnenschutz: Richtig anwenden, aber wie? Der auf Sonnencremes angegebene Lichtschutzfaktor (LSF) zeigt an, wie viel länger geschützte Haut der Sonne ausgesetzt sein kann, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren. Um den angegebenen Schutz zu erreichen, müssen jedoch zwei Milligramm des Produkts pro Quadratzentimeter Haut aufgetragen werden. Viele Menschen verwenden deutlich weniger – und mindern so die Wirksamkeit.

Moderne Sonnencremes kombinieren oft chemische und mineralische Filter, um einen breiten Schutz zu bieten. Der europäische Kosmetikverband (COLIPA) hat zudem das „UVA-Siegel“ eingeführt, das Produkte auszeichnet, die strenge UVA-Schutzstandards erfüllen. Einige chemische Filter, wie etwa Benzophenon, werden von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) jedoch als möglicherweise krebserregend für den Menschen eingestuft.

Drei Grundregeln für sicheren Sonnenschutz Dermatologinnen und Dermatologen betonen drei zentrale Maßnahmen: die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr meiden, schützende Kleidung tragen und Sonnencreme korrekt anwenden. Angesichts der steigenden Hautkrebszahlen wird deutlich, wie dringend bessere Sonnenschutzgewohnheiten sind. Die Kombination aus richtig aufgetragener Sonnencreme, passender Kleidung und Schatten kann UV-Schäden deutlich reduzieren. Gesundheitsbehörden warnen zudem, dass die zunehmende Strahlenbelastung diese Vorsichtsmaßnahmen wichtiger macht denn je.

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