03 March 2026, 12:15

Hannover 96 setzt beim Derby gegen Eintracht Braunschweig auf Bier mit weniger Alkohol

Ein Plakat, das ein Bierfest in Deutschland ankündigt und eine Gruppe von Menschen zeigt, einige halten Biergläser in der Hand, im Hintergrund ein Fass und deutscher Text unten.

Neuer Plan: Alkoholfreies Bier beim Fußball-Derby - Hannover 96 setzt beim Derby gegen Eintracht Braunschweig auf Bier mit weniger Alkohol

Hannover 96 serviert beim Niedersachsenderby gegen Eintracht Braunschweig Bier mit reduziertem Alkoholgehalt. Beim bevorstehenden Niedersachsenderby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig wird es erstmals Bier mit einem geringeren Alkoholgehalt geben. Der Verein hat den Alkoholanteil auf 2,9 Prozent gesenkt – statt der üblichen 4,9 Prozent – für die Partie am Freitag, den 20. März. Die Maßnahme ist Teil strengerer Auflagen, die Fanausschreitungen bei Risikospielen eindämmen sollen. Hintergrund sind wiederholte Vorfälle in früheren Begegnungen. Bereits in der vergangenen Saison hatten beide Clubs Teilausschlüsse für Auswärtsfans hinnehmen müssen, nachdem es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen war. Um die Lage zu entschärfen, testete Hannover 96 das schwächere Bier bereits beim letzten Risikospiel gegen Dynamo Dresden – mit Erfolg. Für den Verkauf des alkoholarmen Biers musste der Verein eine Sondergenehmigung der Polizei einholen. Die Idee dahinter: Ein weniger starkes Getränk könnte übermäßigen Alkoholkonsum vor dem Spiel verringern und so das Aggressionspotenzial senken. Die Initiative wurde nach einem Bericht der Neuen Presse Hannover offiziell bestätigt. Das Derby zählt zu den emotionalsten Duellen im deutschen Fußball. Von 13 bisherigen Aufeinandertreffen in der 2. Bundesliga gewann Hannover 96 fünfmal, Eintracht Braunschweig dreimal, fünf Partien endeten unentschieden. In dieser Saison treffen die Teams unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen aufeinander. Das Bier mit reduziertem Alkoholgehalt wird erstmals beim Spiel gegen Braunschweig angeboten. Die Behörden erhoffen sich davon eine friedlichere Stimmung bei einer Begegnung, die für ihre Brisanz bekannt ist. Sollte sich das Konzept bewähren, könnte es für andere Vereine bei ähnlichen Risikospielen Schule machen.