Göttingen eröffnet neues Familienzentrum nach Iduna-Schließung
Göttingen modernisiert seine Familienangebote und eröffnet ein neues zentrales Servicezentrum für Eltern und Kleinkinder. Die Stadt bündelt bestehende Programme an einem Standort, nachdem bauliche Mängel die Schließung des Iduna-Zentrums erzwungen hatten. Die neue Einrichtung wird vom Evangelisch-Lutherischen Tagesstättenverband Göttingen-Münden getragen und erhält jährlich 130.000 Euro für den Betrieb.
Die Entscheidung folgt auf langjährige Probleme im Iduna-Zentrum, wo bauliche Defizite eine zuverlässige Aufrechterhaltung der Dienstleistungen unmöglich machten. Statt das Gebäude zu sanieren, setzte die Stadt auf einen Umzug und eine Erweiterung der Familienangebote. Das neue Zentrum wird in den Räumlichkeiten der evangelisch-lutherischen Kita St. Jacobi angesiedelt und bietet Familien in der Innenstadt eine dauerhafte Anlaufstelle.
Zu den Leistungen zählen Beratungsangebote, Familienbildung, soziale Veranstaltungen, Unterstützung bei der Kita-Anmeldung sowie Begleitung beim Übergang von der Kita in die Schule. Kinderschutzmaßnahmen und formale Beschwerdeverfahren werden fest in den Arbeitsalltag integriert. Um auch Familien in den umliegenden Stadtteilen des ehemaligen Iduna-Zentrums zu erreichen, sind zudem aufsuchende Angebote in den Nachbarschaften geplant.
Ein detailliertes Konzept für das neue Familienzentrum wird am 12. März 2026 der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziel ist es, leicht zugängliche Hilfsangebote bereitzustellen – insbesondere für Familien ohne bestehenden Kita-Platz oder mit Beratungsbedarf in Fragen der frühen Kindheit.
Durch die Zusammenlegung werden Programme gebündelt, die zuvor auf das Iduna-Zentrum und andere Standorte in der Stadt verteilt waren. Mit einem jährlichen Budget von 130.000 Euro entsteht so eine stabile Anlaufstelle für Familien. Beratung, Bildung und Kita-Unterstützung sind künftig unter einem Dach in der Göttinger Innenstadt vereint.