Geflüchtete in Niedersachsen starten durch: Ausbildung gegen Fachkräftemangel
Serpil KranzGeflüchtete in Niedersachsen starten durch: Ausbildung gegen Fachkräftemangel
Neues Projekt in Niedersachsen: Geflüchtete starten in die Berufsausbildung – Fachkräftemangel wird bekämpft
Ein neues Projekt in Niedersachsen unterstützt Geflüchtete beim Einstieg in die berufliche Ausbildung und trägt gleichzeitig zur Deckung des Fachkräftebedarfs bei. Die Handwerkskammer (HWK) Oldenburg hat die landesgeförderte Initiative "Berufsausbildung für Geflüchtete und Asylsuchende" (IHAFA) ins Leben gerufen, mit dem Ziel, bis 2017 insgesamt 90 junge Menschen auf eine Lehrstelle vorzubereiten. Alle sechs Handwerkskammern der Region sind an dem Programm beteiligt.
Die erste Gruppe von 15 Geflüchteten beginnt im Februar mit der Qualifizierung. Sie absolvieren Kurse in den Bereichen Malerei, Metallverarbeitung und Tischlerei. Vorab durchlaufen die Teilnehmenden eine dreiwöchige Eignungsfeststellung in regionalen Werkstätten, gefolgt von einem fünfwöchigen Praktikum.
Die HWK Oldenburg hat zwei Mitarbeiterinnen speziell für die Betreuung der Geflüchteten eingestellt. Zu ihren Aufgaben gehören interkulturelle Beratung und Begleitung während des gesamten Prozesses. Gleichzeitig wirbt die Kammer bei Handwerksbetrieben um Praktikums- und Ausbildungsplätze – denn die Geflüchteten könnten eine Lösung für den Fachkräftemangel darstellen.
Das Projekt richtet sich vor allem an Geflüchtete aus dem Iran, Irak, Syrien und Eritrea. Ziel ist es, interessierte junge Menschen zu identifizieren und sie bis zum Ausbildungsjahr 2016/17 auf eine Lehre vorzubereiten.
Die Initiative bietet Geflüchteten strukturierte Qualifizierungsmöglichkeiten und hilft gleichzeitig lokalen Betrieben, Lücken im Arbeitsmarkt zu schließen. Mit Landesförderung und der Unterstützung aller sechs Handwerkskammern soll das Programm 90 junge Menschen in den Arbeitsmarkt integrieren. Die ersten Teilnehmenden starten im Februar mit ihren Kursen.