Fusionspläne zwischen Kreissparkassen Soltau und Fallingbostel noch ungewiss
Winfried JunkFusionspläne zwischen Kreissparkassen Soltau und Fallingbostel noch ungewiss
Die Gespräche über eine mögliche Fusion zwischen der Kreissparkasse Soltau und der Kreissparkasse Fallingbostel gehen weiter. Beide Institute haben eine engere Zusammenarbeit erörtert, doch eine endgültige Entscheidung steht noch aus. In den Prozess sind mehrere Akteure eingebunden, darunter die Vorstände und lokale Behörden.
Vertreter beider Sparkassen sowie Mitglieder der Verwaltungsräte und Personalratsvorsitzende haben sich über eine mögliche Fusion ausgetauscht. Ziel ist die Schaffung eines größeren, finanziell stabileren Instituts, das gleichzeitig die regionale Versorgung aufrechterhält. Die Kreissparkasse Soltau zeigt sich jedoch zurückhaltend – nicht zuletzt wegen ihrer soliden finanziellen Lage und eines laufenden Neubauprojekts für die Hauptverwaltung.
Die Kreissparkasse Walsrode hingegen signalisiert größere Offenheit für eine intensivere Zusammenarbeit. Eine Fusion müsste von den Verwaltungsräten der Banken, dem Kreistag sowie den Landesaufsichtsbehörden genehmigt werden. Als Hauptansprechpartner für Anfragen fungiert Landrat Jens Grote, da sich die Verwaltungsräte bisher nicht öffentlich zu den Details geäußert haben.
Eine Entscheidung vor den Kommunalwahlen im Herbst gilt als unwahrscheinlich. Ein realistischer Zeitrahmen für die Umsetzung würde frühestens 2027 oder 2028 beginnen. Für die erste Jahreshälfte ist ein weiteres Treffen geplant, um den Stand der Dinge zu bewerten und das weitere Vorgehen zu besprechen.
Die Fusionsgespräche befinden sich noch in einem frühen Stadium, und eine schnelle Lösung ist nicht zu erwarten. Bevor Änderungen wirksam werden, sind die Zustimmungen mehrerer Gremien erforderlich. Das nächste Treffen wird zeigen, ob eine vertiefte Zusammenarbeit machbar ist oder ob die Verhandlungen über dieses Jahr hinaus fortgesetzt werden.