Franzose rast mit 188 km/h und entzogenem Führerschein über die A33
Heinz-Peter SödingFranzose rast mit 188 km/h und entzogenem Führerschein über die A33
Ein französischer Autofahrer ist auf einer deutschen Autobahn mit fast doppelter Höchstgeschwindigkeit geblitzt worden – und das mit einem entzogenen Führerschein. Der Vorfall ereignete sich auf der A33 bei Diepholz, wo eine zivile Streife der Polizei das Fahrzeug bei gefährlicher Fahrweise entdeckte.
Am 25. Januar beobachteten Beamte aus Osnabrück einen Mercedes-Benz der C-Klasse, der ein anderes Auto bei 116 km/h mit nur 12 Metern Abstand drängelte – deutlich weniger als der vorgeschriebene Sicherheitsabstand. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Fahrer, Jean-Luc Dompé, zwar einen französischen Personalausweis und Führerschein vorlegte, dieser in Frankreich jedoch bereits entzogen worden war. Unklar ist, wie lange der Entzug gilt. Zudem lag ein offener Haftbefehl wegen Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis vor.
Dompé beschleunigte daraufhin auf einer freien Strecke abrupt und erreichte in einer 100er-Zone eine Geschwindigkeit von 188 km/h. Das Mietfahrzeug wurde sichergestellt. Die Behörden behielten eine Kaution ein und verhängten ein Bußgeld von über 1.000 Euro, das der Fahrer sofort beglich. Da er keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, könnten weitere rechtliche Schritte folgen.
Nach Zahlung der Strafe verließ Dompé den Ort, während das Mietauto in Polizeigewahrsam blieb. Ob zusätzliche Sanktionen verhängt werden, haben die deutschen Behörden noch nicht bestätigt. Der Fall wirft einmal mehr die Frage nach der grenzüberschreitenden Durchsetzung von Fahrverboten innerhalb der EU auf.