15 March 2026, 20:22

Forscher entwickeln leisere und sparsamere Flugzeuge der Zukunft

Ein Mann in einem grünen T-Shirt, Helm, Schutzbrille und Handschuhen arbeitet an einem Flugzeugtriebwerk in einer Halle und hält ein Objekt in der Hand, wobei ein Reifen auf der linken Seite zu sehen ist.

Forscher entwickeln leisere und sparsamere Flugzeuge der Zukunft

Forscher der Technischen Universität Braunschweig (TU Braunschweig) arbeiten an neuen Flugzeugkonzepten, die Lärm, CO₂-Ausstoß und Kraftstoffverbrauch reduzieren sollen. Das Projekt mit dem Namen DISPROP konzentriert sich auf elektrische Antriebssysteme und eine optimierte Positionierung der Propeller für die Luftfahrt der Zukunft. Zwei Institute der TU Braunschweig – das Institut für Strömungsmechanik sowie das Institut für Flugantriebe und Strömungsmaschinen – leiten die Initiative.

DISPROP startete am 1. Februar 2021 und läuft über 33 Monate. Zum Konsortium gehören die Technische Universität Berlin, die Deutsch-Niederländischen Windkanäle (DNW), das Unternehmen Leichtwerk AG sowie die Universität Stuttgart. Die Projektkoordination übernimmt Professor Julien Weiss von der TU Berlin.

Ziel des Vorhabens ist die Verbesserung von Mehrpropeller-Konfigurationen entlang der Flugzeugflügel. Durch die Anpassung der Propellerpositionen und den Einsatz aktiver Strömungskontrolle – etwa durch gezieltes Überströmen von Oberflächen mit Luft – gelang es den Forschern, die Schubeffizienz um 10 bis 15 Prozent zu steigern. Mithilfe von numerischen Strömungssimulationen (CFD) analysierten sie Wirbelwechselwirkungen, Sogwirkungen und Störeffekte zwischen mehreren Propellern.

Die Finanzierung stammt aus dem Programm Clean Sky 2, einer Public-Private-Partnership zwischen der Europäischen Kommission und der Luftfahrtindustrie. Das Gesamtbudget beläuft sich auf rund 2,7 Millionen Euro, wobei die TU Braunschweig etwa 970.000 Euro erhält. Die Arbeit trägt zu den Zielen von Clean Sky 2 bei: weniger Kraftstoffverbrauch, geringere CO₂-Emissionen und reduzierte Fluglärmbelastung.

Die TU Braunschweig bringt dabei ihre Expertise in den Bereichen Propelleraerodynamik und Windkanaltests ein. Ihre Forschung hilft, aerodynamische Mechanismen zu identifizieren, die den Luftwiderstand verringern und den Auftrieb in elektrischen Antriebssystemen erhöhen.

Das DISPROP-Projekt liefert technische Lösungen für leisere und umweltfreundlichere Flugzeuge. Optimierte Propelleranordnungen und Strömungskontrollmethoden haben bereits Effizienzgewinne gezeigt. Die Ergebnisse sollen die Entwicklung der nächsten Generation elektrischer und hybrid-elektrischer Flugzeuge vorantreiben.

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