Flexo in Salzgitter: Droht 2027 das Aus für den beliebten On-Demand-Verkehr?
Serpil KranzFlexo in Salzgitter: Droht 2027 das Aus für den beliebten On-Demand-Verkehr?
Salzgitters On-Demand-Verkehrsdienst Flexo steht vor großen Veränderungen nach 2026
Der Regionalverband Großraum Braunschweig plant, seine Förderung für den bedarfsgesteuerten Nahverkehrsdienst Flexo zum 1. Januar 2027 einzustellen. Damit liegt die Zukunft des Angebots in den Händen der Stadt. Bürgermeister Frank Klingebiel hat nun vorgeschlagen, Flexo über das aktuelle Ende hinaus weiterzubetreiben.
Der Dienst war im Januar 2022 als gemeinsames Projekt von Stadt und Regionalverband gestartet. Ursprünglich trugen beide die Kosten im Verhältnis 75 zu 25 – mit dem größeren Anteil auf Seiten der Stadt. Später wurde die Finanzierung auf eine hälftige Aufteilung umgestellt.
Flexo hat sich vor allem für Senioren, Studierende und Mitarbeiter der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften zu einer wichtigen Verkehrsoption entwickelt. Klingebiel bezeichnete den Service als „herausragende Ergänzung“ des ÖPNV-Netzes, der die Mobilität der Bewohner in Salzgitter-Bad und Salzgitter-Thiede sichere.
Trotz der Unterstützung des Bürgermeisters will der Regionalverband seine Förderung ab 2027 komplett streichen – eine Entscheidung, die Klingebiel als „inakzeptabel“ kritisiert. Er fordert den Stadtrat nun auf, seinen Plan für eine Weiterführung von Flexo zu befürworten, wobei der Regionalverband seine 50-prozentige Kofinanzierung beibehalten soll.
Über den Vorschlag wird am 30. September abgestimmt. Die Entscheidung des Stadtrats wird darüber entscheiden, ob Flexo nach 2026 weiterbetrieben wird. Bei einer Zustimmung könnte der Service die Einwohner weiterhin bedienen, doch die künftige Finanzierung hinge von Verhandlungen mit dem Regionalverband ab. Das Ergebnis der Abstimmung am 30. September wird die Zukunft des lokalen Nahverkehrs in Salzgitter prägen.






