18 February 2026, 02:25

Feuer, Tradition und Abschied: Warum Köln seinen Nubbel verbrennt

Eine Menschenmenge steht vor einer Karussellfahrt bei Nacht, beleuchtet von Lichtern und umgeben von Gebäuden mit Namensschildern, mit Bäumen und Feuerwerk im Hintergrund.

Nubbel-Verbrennung markiert Ende des Straßenkarnevals in Köln - Feuer, Tradition und Abschied: Warum Köln seinen Nubbel verbrennt

Kölner Karneval endet mit feuriger Tradition: Das 1. FC Köln Nubbel-Verbrennen

Mit einer feurigen Tradition ging in Köln die Karnevalssaison zu Ende, als sich die Menge versammelte, um den 1. FC Köln Nubbel zu verbrennen. Die Strohpuppe, die während der "fünften Jahreszeit" vor Kneipen hängt, dient als Symbol für die Ausschweifungen der Narrenzeit.

Die Tradition des Nubbel-Verbrennens reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Jährlich wird eine Strohfigur während des Karnevals vor Gaststätten aufgehängt, um die Sünden und Übertretungen der Feiernden zu sammeln. Am Aschermittwoch wird sie dann in den Stadtteilen Kölns öffentlich verbrannt – ein Spektakel, das tausende Zuschauer anlockt.

Doch das Ritual steht für mehr als nur das Ende der Festlichkeiten. Die Einheimischen glauben, dass die Flammen den Winter und das Böse vertreiben und so dem Frühling den Weg bereiten. Währenddessen wird im benachbarten Düsseldorf eine ähnliche Figur namens Hoppeditz verbrannt – nur um symbolisch am 11. November für die nächste Karnevalssaison zurückzukehren.

Für Köln bleibt der Nubbel ein mächtiges Symbol der kulturellen Identität. Die Zeremonie verbindet Humor, Besinnung und Gemeinschaftsgefühl und unterstreicht die tiefe Verbundenheit der Stadt mit ihren Karnevalstraditionen.

Mit den Flammen des Nubbel endete ein weiterer Karneval in Köln. Nun beginnt die Fastenzeit, und die Straßen der Stadt kehren nach Wochen des Feierns zur Ruhe zurück. Doch die seit Jahrhunderten unveränderte Tradition wird auch im nächsten Jahr mit einer neuen Figur und frischem Treiben wiederaufleben.