Fähre nach Norderney droht Einstellung: Meine Fähre meldet Insolvenz an
Winfried JunkNeue Norderney-Fähre stellt Insolvenzantrag - Fähre nach Norderney droht Einstellung: Meine Fähre meldet Insolvenz an
Fährebetreiber Meine Fähre meldet vorläufige Insolvenz – Route nach Norderney in Gefahr
Der Fährebetreiber Meine Fähre hat vorläufige Insolvenz angemeldet und gefährdet damit seine erst kürzlich eröffnete Verbindung zur Nordseeinsel Norderney. Das 2022 gegründete Unternehmen hatte in diesem Jahr mit dem Slogan "Flexibel nach Norderney reisen" den Betrieb aufgenommen, steht nun jedoch vor finanziellen Schwierigkeiten.
Im Januar 2024 nahm Meine Fähre mit der Meine Fähre 1 den Betrieb auf – einem in Groningen (Niederlande) gebauten Schiff. An dem Unternehmen sind unter anderem lokale Hoteliers und eine Stiftung beteiligt, die gemeinsam einen einstelligen Millionenbetrag in das Fährenprojekt investierten. Das Schiff, das sowohl Personen als auch Autos transportiert, brachte erstmals Konkurrenz für den langjährigen Anbieter Reederei Norden-Frisia auf die Strecke.
Ursprünglich waren Expansionspläne vorgesehen, darunter die Indienststellung eines zweiten, kleineren Fahrgastschiffs noch in diesem Jahr. Doch die angespannte finanzielle Lage zwang das Unternehmen nun, Insolvenzschutz zu beantragen. Trotz der Krise verkehren die Fähren vorerst planmäßig, während die Geschäftsführung nach einer Lösung sucht, um die Strecke zu erhalten.
Vor dem Markteintritt von Meine Fähre hatte die Reederei Norden-Frisia ein Monopol auf die Verbindungen nach Norderney inne und betreibt seit Langem große Personen- und Autofähren zwischen Norderney und Norddeich.
Die Insolvenzanmeldung wirft nun Fragen zur Zukunft der Norderney-Route von Meine Fähre auf. Zwar bleiben die Fähren vorerst im Einsatz, doch alternative Transportlösungen wurden bisher nicht bekannt gegeben. Ob das Unternehmen überlebt, hängt davon ab, ob in den kommenden Wochen eine finanzielle Rettung gelingt.