15 March 2026, 08:12

Einzigartiges Gleichstrom-Prüffeld in Braunschweig revolutioniert Sicherheitstests

Eine Hochspannungsleitung mit einem Turm und zahlreichen Drähten im Vordergrund, vor einem bewölkten Himmel mit Bäumen im Hintergrund.

Einzigartiges Gleichstrom-Prüffeld in Braunschweig revolutioniert Sicherheitstests

Am elenia-Institut der Technischen Universität Braunschweig entsteht ein hochmodernes Gleichstrom-Hochleistungsprüffeld – eine weltweit einzigartige Anlage, die Sicherheitstechnik für Gleichstromsysteme unter extremen elektrischen Bedingungen testen wird. Die Finanzierung des Projekts wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gesichert.

Die neue Prüfanlage wird Ströme von mehreren tausend Ampere bei Spannungen von bis zu 12.000 Volt bewältigen – eine Kapazität, die bisher keine andere Einrichtung bietet. Bisherige Testverfahren können diese Extrembedingungen nicht nachbilden, was zu Lücken in der Sicherheitsbewertung von Gleichstromsystemen führt. Für den Betrieb der Anlage ist ein eigener Netzanschluss erforderlich, da das bestehende Stromnetz der TU Braunschweig die benötigte Leistung nicht bereitstellen kann.

Der Bau schreitet in mehreren Phasen voran: Die Rohbauarbeiten sollen bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Anschließend werden schwere Geräte – teilweise mit einem Gewicht von bis zu sieben Tonnen – in der Nähe der Hochspannungshalle am Okerturm installiert. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2026 geplant, nachdem die letzten Installationsarbeiten im Sommer desselben Jahres abgeschlossen wurden.

Das Projekt wird von Professor Michael Kurrat geleitet und umfasst wichtige Partner wie das elenia-Institut, die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), die E-T-A Elektronische Apparate GmbH sowie Rockwell Automation. Die J. Schneider Elektrotechnik GmbH steuerte das Design der speziellen Prüftrafos bei.

Sobald die Anlage in Betrieb geht, wird sie kritische Daten zu Gleichstrom-Sicherheitseinrichtungen unter Extrembelastung liefern. Mit ihren einzigartigen Fähigkeiten schließt sie eine Lücke in den aktuellen Prüfstandards. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2026 vorgesehen – nach einem strukturierten Bau- und Installationszeitplan.

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