Drogenkonsum in Europa: Kokain und Ketamin im Aufwind, Cannabis bleibt stabil
Leopold BeerDrogenkonsum in Europa: Kokain und Ketamin im Aufwind, Cannabis bleibt stabil
Eine neue Studie hat die aktuellen Trends beim Drogenkonsum in europäischen Städten offenbart. Während der Cannabiskonsum stabil blieb, stieg der Gebrauch von Kokain und Ketamin an. Forscher analysierten Abwässer, um den Verbrauch von sechs Substanzen zu verfolgen, darunter THC, Kokain und MDMA.
An der Spitze der Cannabisnutzung lag Genf, gefolgt von Amsterdam und Erfurt. Berlin belegte den vierten Platz, Frankfurt landete auf Rang neun. In der deutschen Hauptstadt wurden täglich 172 Milligramm THC-COOH pro 1.000 Einwohner gemessen, in Frankfurt waren es etwa 150 Milligramm. Mainz rangierte auf Platz 15 mit einem Wert von 130,6 Milligramm pro 1.000 Einwohner.
Insgesamt blieb der Cannabiskonsum im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die höchsten Werte wurden in Städten der Niederlande, Deutschlands und Sloweniens registriert.
Die Studie untersuchte auch andere Drogen. Der Konsum von Kokain und Ketamin nahm in ganz Europa zu, während der MDMA-Gebrauch zurückging. Bei Amphetamin und Methamphetamin gab es kaum Veränderungen.
Die Ergebnisse zeigen verschobene Konsummuster bei Drogen in Europa. Während der Cannabiskonsum konstant blieb, verzeichneten Kokain und Ketamin einen deutlichen Anstieg. Die Abwasseranalyse liefert weiterhin klare Daten zum Substanzkonsum in Großstädten.






