DLR testet Fluglärm in Braunschweig – Anwohner müssen mit Lärmbelastung rechnen
Serpil KranzDLR testet Fluglärm in Braunschweig – Anwohner müssen mit Lärmbelastung rechnen
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) startet Lärmtests am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg
Diese Woche beginnt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine Reihe von Fluglärmtests am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg. Das zweiwöchige Programm startet am Montag und umfasst Einsätze eines speziellen Forschungsjets mit dem Namen Istar. Anwohner müssen während der Testphase mit erhöhten Lärmpegeln rechnen.
Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht die Frage, wie sich Triebwerksgeräusche ins Flugzeuginnere ausbreiten und wie sie reduziert werden können. Die Ingenieure führen im Hangar Vibrationstests durch und lassen die Triebwerke bis zum 23. November laufen. Ziel der Forschung ist die Entwicklung verbesserten Schallschutzes für künftige Flugzeuge.
Der eingesetzte Jet Istar ist eine umgerüstete Dassault Falcon 2000LX, ausgestattet mit modernsten Sensoren, Datensystemen und Navigationsinstrumenten. Das für etwa 15 Millionen Euro erworbene Flugzeug ist seit rund dreieinhalb Jahren im Dienst. In den vergangenen drei Jahren absolvierte derselbe Jet bereits zwölf Forschungsflüge an deutschen Flughäfen, darunter in Oberpfaffenhofen, Braunschweig und Hamburg.
Die aktuellen Tests des DLR liefern Daten zu Triebwerkslärm und Kabinenakustik. Die Ergebnisse könnten zu leiserem Fliegen in der Zukunft beitragen. Das Programm endet am 23. November; mit ersten Auswertungen ist in den kommenden Monaten zu rechnen.