DGB fordert Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für Tarifbeschäftigte
Leopold BeerDGB fordert Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für Tarifbeschäftigte
DGB drängt auf verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Tarifbeschäftigten
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich für eine gesetzliche Verpflichtung zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein, die unter Tarifverträge fallen. DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi argumentiert, dass Arbeitgeber sich an den Kosten beteiligen müssten, da Millionen Beschäftigte derzeit ohne eine solche Absicherung seien. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Lücken in der Alterssicherung bundesweit zu schließen.
Rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland verfügen über keine betriebliche Rente – oft, weil ihre Unternehmen nicht an Tarifverträge gebunden sind. Fahimi betont, dass die betriebliche Altersvorsorge als Ergänzung gedacht sein sollte und zumindest teilweise von den Arbeitgebern finanziert werden müsse, statt die volle Last auf die Beschäftigten abzuwälzen.
Der DGB plant, noch bis Ende des Monats konkrete Vorschläge vorzulegen. Fahimi räumt ein, dass es angesichts der aktuellen finanziellen und wirtschaftlichen Belastungen Widerstand geben könnte. Gleichzeitig verweist sie auf andere europäische Länder, in denen verpflichtende Renteneinzahlungen oft über 20 Prozent liegen – mit einem deutlich höheren Arbeitgeberanteil.
Für nicht tarifgebundene Unternehmen schlägt der DGB vor, Beschäftigte unter vereinfachten Bedingungen in bestehende Versorgungswerke aufzunehmen. Die Gewerkschaft ist bereit, diese Regelungen im Rahmen von Tarifverhandlungen auszuhandeln, um eine gerechtere Verteilung der Verantwortung zu erreichen.
Die Forderung des DGB nach einer verpflichtenden betrieblichen Altersvorsorge würde Arbeitgeber veranlassen, gemeinsam mit den Beschäftigten Beiträge zu leisten. Sollte der Plan umgesetzt werden, könnte dies Millionen Menschen ohne betriebliche Rente eine Absicherung ermöglichen. Die konkreten Vorschläge der Gewerkschaft sollen in den kommenden Wochen finalisiert und präsentiert werden.






