23 May 2026, 22:14

Deutschland verzeichnet Rekordzahl an Einbürgerungen im Jahr 2025

Deutschland erlebt einen historischen Bürgerrechtsboom

Deutschland verzeichnet Rekordzahl an Einbürgerungen im Jahr 2025

Deutschland verzeichnete 2025 die höchste Zahl an Einbürgerungen seiner Geschichte. Mindestens 309.852 Menschen erhielten im vergangenen Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft – ein historischer Rekord. Dieser starke Anstieg folgt auf jüngste Gesetzesreformen und die Tatsache, dass langjährige Migrantinnen und Migranten nun die Voraussetzungen für die Einbürgerung erfüllen.

Der deutliche Anstieg geht auf Änderungen im Staatsangehörigkeitsrecht zurück, die 2024 in Kraft traten. Die Reformen verkürzten die Mindestaufenthaltsdauer und erlaubten die doppelte Staatsbürgerschaft, was den Prozess deutlich erleichterte. Viele Geflüchtete, die während der Migrationswelle 2015–2016 nach Deutschland kamen, erfüllen nun die notwendigen Aufenthaltsbedingungen.

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Besonders markant war der Anstieg in Berlin, wo fast doppelt so viele Menschen eingebürgert wurden wie im Vorjahr. Auch Brandenburg verzeichnete einen Zuwachs von 25 Prozent bei den Einbürgerungen. Städte bereiten sich bereits auf eine weitere Welle im Jahr 2027 vor, wenn Ukrainerinnen und Ukrainer, die 2022 ankamen, nach fünf Jahren Aufenthalt die Voraussetzungen erfüllen werden.

Syrien bleibt in vielen Regionen das häufigste Herkunftsland der neuen Staatsbürger. Doch auch die Zahl der türkischen und russischen Staatsangehörigen, die die deutsche Staatsbürgerschaft erwerben, ist deutlich gestiegen. Der Politikwissenschaftler Dmitry Stratievsky führt diesen Trend auf Faktoren wie die politische Distanzierung von Russland sowie praktische Vorteile eines doppelten Passes zurück – etwa erleichterte Reisen.

Die Rekordzahlen spiegeln sowohl die politischen Änderungen als auch die wachsende Zahl langjähriger Einwohner wider, die nun die Kriterien erfüllen. Da in den kommenden Jahren mit weiteren Anträgen von ukrainischen Geflüchteten zu rechnen ist, wird sich dieser Trend voraussichtlich fortsetzen. Behörden erwarten eine anhaltend hohe Nachfrage, da immer mehr Migrantinnen und Migranten die Aufenthaltsvoraussetzungen erfüllen.

Quelle