06 May 2026, 14:29

Deutsches Krimifestival diskutiert Rechtsextremismus in Film und Literatur

Eine Gruppe von Menschen steht vor dem beleuchteten Reichstag in Berlin, Deutschland, mit der Aufschrift 'Kampf für Freiheit' im Vordergrund.

Deutsches Krimifestival diskutiert Rechtsextremismus in Film und Literatur

Das Deutsche Krimifestival im Fernsehen veranstaltet diese Woche eine Podiumsdiskussion und einen Drehbuchwettbewerb. Beide Veranstaltungen setzen sich mit der Darstellung von rechtsextremer Gewalt in der Kriminalliteratur und im Film auseinander. Das Festival lädt Autor:innen, Expert:innen und die Öffentlichkeit ein, sich an den Diskussionen und Aufführungen zu beteiligen.

Für den Wettbewerb gingen über 60 Einsendungen ein, von denen vier Drehbücher für Live-Lesungen ausgewählt wurden. Die Preisträger:innen werden am folgenden Tag im Rahmen der Verleihung des Deutschen Krimipreises bekannt gegeben.

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Höhepunkt der Veranstaltung ist eine Podiumsdiskussion unter dem Titel «Tatort: Rechtsaußen», die sich damit beschäftigt, wie Krimiserien und -filme Rechtsextremismus thematisieren sollten. Die Expertinnen Tahera Ameer, Laila Stieler und Melvina Kotios leiten die Debatte und behandeln Themen wie digitale Radikalisierung, Gewalt gegen marginalisierte Gruppen und rechtsextreme Anschläge.

Auch der Drehbuchwettbewerb widmet sich ähnlichen Fragestellungen. Die Autor:innen wurden aufgefordert, Drehbücher einzureichen, die sich mit rechtsextremer Gewalt, Online-Extremismus und Bedrohungen für gefährdete Gemeinschaften auseinandersetzen. Aus mehr als 60 Einsendungen wurden vier für szenische Lesungen während des Festivals ausgewählt.

Die Veranstaltung ist öffentlich und findet am Donnerstag, dem 7. Mai, um 18:00 Uhr auf der Caligari Filmbühne in Wiesbaden statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung oder Tickets sind nicht erforderlich.

Am darauffolgenden Abend werden die Gewinner:innen des Wettbewerbs im Rahmen der Verleihung des Deutschen Krimipreises bekannt gegeben. Das Festival möchte zeigen, wie Krimigeschichten drängende gesellschaftliche Themen aufgreifen können.

Das Festival bringt Autor:innen, Filmschaffende und Publikum zusammen, um über Extremismus in der modernen Erzählkunst zu diskutieren. Die vier ausgewählten Drehbücher werden live aufgeführt, die besten Arbeiten werden bei der Preisverleihung gewürdigt. Die kostenlose Veranstaltung bietet die Gelegenheit zu erleben, wie Krimiformate reale Herausforderungen widerspiegeln können.

Quelle