Continental zahlt 43,7 Millionen Euro im Diesel-Skandal – Manager bleiben ungeschoren
Leopold BeerContinental zahlt 43,7 Millionen Euro im Diesel-Skandal – Manager bleiben ungeschoren
Continental einigt sich auf 43,7-Millionen-Euro-Vergleich mit früheren Führungskräften im Diesel-Abgasskandal
Continental hat sich mit ehemaligen Vorstandsmitgliedern auf eine Vergleichszahlung in Höhe von 43,7 Millionen Euro geeinigt, um deren Rolle im Diesel-Abgasskandal beizulegen. Die Vereinbarung betrifft sechs frühere Vorstandsmitglieder, darunter drei Ex-Vorstandsvorsitzende, und regelt Vorwürfe wegen fahrlässiger Pflichtverletzungen. Die betroffenen Personen müssen keine persönlichen Zahlungen leisten.
Im Mittelpunkt des Vergleichs stehen Vorwürfe der Fahrlässigkeit – nicht vorsätzlichen Fehlverhaltens – durch die Führungskräfte während des Abgasskandals. Continental wird die gesamte Summe über seine Directors-and-Officers-Haftpflichtversicherung (D&O) tragen. Eine solche Police schützt das Unternehmen vor finanziellen Verlusten, die durch Fehlverhalten des Managements entstehen.
Zu den Begünstigten der Einigung zählen die früheren Vorstandsvorsitzenden Elmar Degenhart, Karl-Thomas Neumann und Manfred Wennemer sowie drei weitere ehemalige Vorstandsmitglieder. Continental betont, dass der Vergleich im besten Interesse des Unternehmens und seiner Aktionäre liege. Eine Abstimmung der Aktionäre über den Vorschlag ist für den 30. April 2026 vorgesehen.
Die Gesamtkosten Continentals in Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal belaufen sich mittlerweile auf rund 300 Millionen Euro. Während die aktuelle Vergleichszahlung alle Ansprüche gegen aktuelle und ehemalige Führungskräfte abdeckt, trugen auch frühere Vereinbarungen – wie eine Zahlung von 125 Millionen Euro durch Vitesco im Jahr 2024 – zu dieser Summe bei.
Die 43,7 Millionen Euro werden vollständig von der Versicherung Continentals übernommen, sodass die Manager keine Eigenbeteiligung leisten müssen. Mit dem Vergleich sind sämtliche ausstehende Ansprüche gegen die Unternehmensführung im Zusammenhang mit dem Abgasskandal erledigt. Die endgültige Entscheidung über die Vereinbarung liegt bei den Aktionären, die Ende April 2026 darüber abstimmen werden.






