02 May 2026, 10:13

Chaos beim 1.-Mai-Umzug: Tausende blockieren Berlins Straßen in Kreuzberg

Eine große Gruppe von Menschen marschiert eine baumbestandene Straße in Berlin entlang, mit Kameras in der Hand, mit einem Gebäude und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Chaos beim 1.-Mai-Umzug: Tausende blockieren Berlins Straßen in Kreuzberg

Berlins jährliche *„Revolutionärer 1. Mai“-Demonstration** musste am Mittwoch mit massiven Verzögerungen kämpfen, als Tausende Feiernde die Straßen von Kreuzberg füllten. Der Demonstrationszug kam nur langsam voran – die Organisatoren meldeten lange Wartezeiten und einen zersplitterten Verlauf. Am Nachmittag hatte erst die Spitze des Zuges Neukölln erreicht, während das Ende noch auf der Oranienstraße feststeckte.

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Die Liga der Kommunisten, einer der Veranstalter, teilte auf X mit, ihr Block sei auf der Glogauer Straße zum Stillstand gekommen. Kreuzberg sei von Feiernden überlaufen, sodass für die Demonstranten kaum Platz zum Vorankommen bleibe. Teilnehmer berichteten, sie hätten bis zu einer halben Stunde warten müssen, bevor es im Schneckentempo weiterging – was entlang der Route für Verwirrung sorgte.

Die Polizei war mit starkem Aufgebot im Einsatz. Zahlreiche Straßen wurden für den Verkehr gesperrt, mehrere U-Bahn-Stationen umfahren, um die Menschenmassen zu steuern. Gegen Abend sperrten die Behörden den Zugang zum Görlitzer Park, einem beliebten Treffpunkt.

Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sagte im RBB-„Abendschau“-Interview, dass sich landesweit fast 50.000 Menschen zu den Maifeierlichkeiten versammelt hätten. Trotz der logistischen Herausforderungen blieb die Lage ihrer Einschätzung nach bisher friedlich. Unklar war jedoch, ob der Demonstrationszug noch vor Einbruch der Dunkelheit sein geplantes Ziel, den Südstern in Kreuzberg, erreichen würde.

Die stockende Demonstration zeigte den Konflikt zwischen politischem Aktivismus und Straßenfest. Mit polizeilicher Überwachung und gesperrten Hauptrouten hatten die Organisatoren alle Hände voll zu tun, den Zug in Bewegung zu halten. Ob die Veranstaltung am Ende erfolgreich verlaufen würde, hing davon ab, ob die Demonstranten das überfüllte Viertel noch vor dem Abendende durchqueren konnten.

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