Braunschweig plant radikale Umgestaltung des Emsviertels mit Millioneninvestition
Winfried JunkBraunschweig plant radikale Umgestaltung des Emsviertels mit Millioneninvestition
Braunschweig treibt Pläne zur Aufwertung des Emsviertels voran
Die Stadt Braunschweig will das Emsviertel im Stadtteil Weststadt neu beleben und dabei langjährige städtebauliche Defizite sowie soziale Herausforderungen angehen. Ein zentraler Bestandteil der Pläne ist die Umnutzung oder der Abriss wenig genutzter Parkanlagen wie der Parkpalette.
Ein 200-seitiger Entwicklungsbericht benennt die drängendsten Probleme des Viertels. Dazu gehört das seit 2007 bestehende Überangebot an Straßenparkplätzen entlang der Emsstraße. Gleichzeitig verkommt die mehrstöckige Parkpalette zusehends – nur die untere Ebene wird noch genutzt. Eine weitere Tiefgarage in der Eiderstraße steht seit Jahren leer.
Die Stadt beabsichtigt nun, sich um eine Förderung im Rahmen des Bundesprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ zu bewerben. Bei einer Bewilligung würde Braunschweig rund 7,94 Millionen Euro aus eigenen Mitteln in die Aufwertung des Gebiets investieren. Vorgeschlagen wird zudem, die Parkpalette im Zuge der Umgestaltung abzureißen oder umzufunktionieren.
Der Stadtrat muss den Förderantrag bis zum 1. Juni beschließen, um die Frist einzuhalten. Die Verwaltung betont, dass das Emsviertel dringend Handlungsbedarf habe – sowohl wegen städtebaulicher Mängel als auch sozialer Spannungen.
Das Projekt zielt darauf ab, ungenutzte Infrastruktur abzubauen und die ungleiche Verteilung von Parkflächen zu korrigieren. Bei einer Genehmigung könnten die städtischen Investitionen und Bundesmittel dem Viertel einen deutlichen Aufschwung bringen. Die Entscheidung des Rates am 1. Juni wird zeigen, ob die Pläne Realität werden.






