06 May 2026, 16:10

Braunschweig plant autofreies Kreativviertel für 60 Millionen Euro

Ein detaillierter Stadtplan, der einen zentralen grünen Bereich hervorhebt, der für die geplante Entwicklung markiert ist, mit umliegenden Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten.

Braunschweig plant autofreies Kreativviertel für 60 Millionen Euro

Großer Hof in Braunschweig: Dringender Ruf nach Umgestaltung

Das Viertel Großer Hof in Braunschweig steht vor dringenden Forderungen nach einer Neugestaltung. Durch die Schließung zweier Schulen und einen Überfluss an Parkplätzen ist der Stadtteil in einer Phase des Umbruchs – nun sehen Planer die Chance, das von architektonischen Mängeln geprägte Gebiet grundlegend zu verändern.

Eine entscheidende Abstimmung im Stadtrat am kommenden Dienstag könnte den Startschuss für die Umgestaltung geben. Bei einer Zustimmung fließen 60 Millionen Euro in das Projekt, wobei die Stadt Braunschweig 7,9 Millionen Euro selbst trägt. Die restlichen Mittel stammen aus Landes- und Bundesprogrammen zur Stadtentwicklung.

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Die Stadt beabsichtigt, Fördergelder aus dem Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ zu beantragen, um die Transformation zu unterstützen. Die Neugestaltung orientiert sich teilweise am siegreichen Entwurf eines Hamburger Architekturbüros aus dem Wettbewerb 2024, der ein autoreduziertes, kreatives Viertel vorsieht.

Im Mittelpunkt des Plans stehen neue Wohngebäude, ein Quartiersgarage sowie Räumlichkeiten für die Städtische Galerie. Zudem sind Ateliers für Künstler, Kreativwirtschafts-Zentren und soziale Infrastruktur wie eine Kita und ein Familiengemeinschaftszentrum vorgesehen. Auch die Aufwertung der Grünflächen nach ökologischen Gesichtspunkten soll die aktuellen Defizite des Gebiets beheben.

Die Lage des Viertels am Rande der Innenstadt erhöht den Druck für zügiges Handeln. Die schwierigen Rahmenbedingungen haben die Behörden veranlasst, das Projekt priorisiert anzugehen – mit dem Ziel, den Stadtteil für Anwohner und Unternehmen gleichermaßen zu beleben.

Die Neugestaltung des Großen Hofs setzt auf Wohnraum, Kultur und Nachhaltigkeit. Gibt der Rat nächste Woche grünes Licht, könnten die Bauarbeiten bald beginnen. Das Vorhaben soll aus einem bisher untergenutzten Gebiet ein lebendiges, autofreies Viertel mit verbesserten öffentlichen Räumen und Angeboten machen.

Quelle