Braunkohleregionen suchen gemeinsame Wege im Strukturwandel bis 2038
Braunkohleregionen Deutschlands tauschten sich Anfang des Monats über den Strukturwandel aus
Rund 100 Akteure trafen sich Anfang Mai in Helmstedt zum dritten Braunkohleregionen-Austausch, der von der Wirtschaftsregion Helmstedt GmbH ausgerichtet wurde. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie der Wandel trotz unterschiedlicher regionaler Herausforderungen gelingen kann.
Das zweitägige Treffen fand am 6. und 7. Mai auf der Burg Warberg im Landkreis Helmstedt statt. Erstmals waren Vertreter aller vier deutschen Braunkohleregionen vertreten: die Lausitz, das Rheinland, Mitteldeutschland und Helmstedt. Diskutiert wurden zentrale Themen wie das Tempo des Wandels, der Umgang mit Erwartungen und die aktive Gestaltung des Strukturwandels.
Ein Höhepunkt war ein Abendempfang auf der Burg mit Reden von Kommunal- und Landespolitikern. Zudem wurde ein Förderbescheid über 2,1 Millionen Euro für das Soziale Quartier und Nahversorgungszentrum Offleben übergeben. Die Teilnehmer erörterten, wie sich Strategien trotz regionaler Unterschiede abstimmen lassen – immerhin verwalten die vier Regionen gemeinsam bis 2038 rund 40 Milliarden Euro an Strukturhilfen.
Als Gastgeber für den nächsten bundesweiten Austausch 2027 wurde das Rheinland bestätigt. Helmstedt, die kleinste der vier Braunkohleregionen Deutschlands, übernahm in diesem Jahr eine führende Rolle bei der Organisation. Der Braunkohleaustausch hat sich mittlerweile zu einer zentralen Plattform für die Koordinierung des Strukturwandels im Land entwickelt.
Die Veranstaltung stärkte die Zusammenarbeit der Braunkohleregionen bei der Bewältigung des wirtschaftlichen Umbruchs. Angesichts der bis 2038 bereitgestellten 40 Milliarden Euro an Fördermitteln unterstrich das Treffen die Notwendigkeit gemeinsamer Ansätze. Der nächste Austausch findet 2027 im Rheinland statt.






